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Küppersteg: Eltern wollen für ihre Kita kämpfen

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Die Kindertagesstätte in Küppersteg soll erhalten bleiben.  Foto: Ralf Krieger Ralf Krieger
Zahlreiche Eltern wollen die Schließung der Kita an der Alten Landstraße nicht akzeptieren. Sie haben eine Unterschriftenaktion organisiert. Die Liste soll dem Presbyterium der Gemeinde und der Stadtverwaltung vorgelegt werden.  Von
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Küppersteg

Schnell aktiv werden wollen jene Eltern, die von der Schließung der Kindertagesstätte an der Alten Landstraße betroffen sind. Wie berichtet hat die evangelische Gemeinde beschlossen, den Kita-Betrieb in Küppersteg im Sommer 2014 zu beenden. Die Gemeinde hatte von Bund und Land 700 000 Euro Zuschuss für den U-3-Umbau erhofft. Doch mit dem Geld könne nicht mehr gerechnet werden. Selbst ohne Ausbau für Kinder unter drei Jahren sei eine Modernisierung notwendig - und auch dafür fehle das Geld, argumentieren die Verantwortlichen.

Dass es keine Alternative zur Schließung gibt, wollten die Eltern nicht akzeptieren, berichtet Beate Geßner. Sie engagiert sich im Elternbeirat der evangelischen Kindertagesstätte. Der Informationsabend am Mittwoch sei so gut besucht gewesen wie sonst kaum eine Veranstaltung für Eltern. "Es wurde lautstark diskutiert und es gab auch Tränen", erzählt die Mutter zweier Söhne. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Pläne ausgeheckt wurden. "Wir sammeln Unterschriften für den Erhalt der Kita", erzählte Geßner. Am Freitag ging sie mit einer Liste durch Bürrig, wo die Familie lebt, "und jeder, dem ich von der Schließung erzähle, ist entsetzt".

Die Unterschriften sollen dem Presbyterium der Gemeinde Bürrig-Küppersteg und der Stadtverwaltung vorgelegt werden. Schließlich erwarteten die aufgebrachten Eltern, dass die für Kindertagesstätten Zuständigen im Rathaus auch aktiv werden. Fragen jedenfalls haben die Eltern viele, berichtet Geßner. Kann die Stadtverwaltung Druck machen bei Bund und Land, damit doch noch Geld nach Küppersteg fließt? Ist die Modernisierung - ohne U-3-Ausbau - nicht doch mit Mitteln aus der Gemeinde zu stemmen? Antworten aus dem Rathaus gab es am Freitag indes nicht - in der Verwaltung war nach Fronleichnam Brückentag.

Aktiv werden wollen die Eltern auch am Sonntag und zwar nach dem Gottesdienst in der Petruskirche in Bürrig. Gegen elf Uhr stehe eine planmäßige Gemeindeversammlung auf dem Programm, "und wir werden dort sein", kündigt Beate Geßner an. T-Shirts mit der Aufschrift "Wir wollen unseren Kindergarten behalten" werden Groß und Klein anziehen.

Sorge bereite vielen Müttern und Vätern die Frage, wo ihr Kind im nächsten Jahr einen Kita-Platz bekommen wird. Überwiegend aus Küppersteg und Bürrig seien die Familien; nicht jeder habe ein Auto und könne sein Kind zur Betreuung ans andere Ende der Stadt bringen. "Wir werden jedenfalls nicht locker lassen", gibt sich Geßner kämpferisch. Eine Sache aber ärgere sie besonders: "Dass die Gemeinde uns Eltern bislang außen vor gelassen hat. Wir hätten gerne schon früher mitgekämpft."

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