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Leverkusener Kirchenkreis: Optimistischer Blick nach vorn

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Superintendent Gerd-René Loerken sprach dem Leverkusener Kirchenkreis neuen Mut zu. Die organisatorischen Veränderungen trügen erste Früchte.  Foto: Archivbild: Krieger
Der evangelische Kirchenkreis Leverkusen kann aufatmen. Superintendent Gerd-René Loerken bilanzierte jetzt, dass Probleme wie rückläufige Kirchensteuern und sinkende Mitgliederzahlen erfolgreich angegangen worden sind.  Von
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Leverkusen

Der evangelische Kirchenkreis Leverkusen kann es wieder leichter angehen. Die Jahre, in denen rückläufige Kirchensteuern und sinkende Mitgliederzahlen die Arbeit erschwerten, mögen zwar nicht überwunden sein. Aber wie Superintendent Gerd-René Loerken nach der Sommersynode am Wochenende bilanzierte, ist man die Probleme erfolgreich angegangen. Die organisatorischen Veränderungen trügen erste Früchte und die Stimmung hebe sich. „Der Kirchenkreis gibt wieder ein stabiles Bild ab. Wir sind aus dieser Lähmung raus.“

Besonders anschaulich sind die Veränderungen im Bereich des Diakonischen Werks. Damit beschäftigte sich nun der Kirchenkreises Leverkusen, zu dem Leichlingen, Burscheid, Langenfeld und Monheim gehören, und beschloss das Finanzkonzept. Seit 2008 ist Diakoniepfarrer Hans Höroldt für das Diakonische Werk verantwortlich und es verzeichnet starkes Wachstum auf dem sozialen Markt. Binnen fünf Jahren ist die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter von 25 auf 120, die der Ehrenamtlichen von 20 auf 130 gestiegen. Der Umsatz lag 2008 bei 1,6 Millionen, nun liegt er bei 3,5 Millionen Euro. „Es gab eine Reihe von Ideen und die haben wir systematisch entwickelt“, sagt Höroldt, der als Geistlicher, aber auch als Sozialmanager ausgebildet ist. Projekte, wie zum Beispiel das Beschäftigungs- und Integrationsprojekt Schiffsbrücke Wuppermündung, die Qualifizierung Langzeitarbeitsloser oder der Kontaktladen der Suchthilfe habe man betriebswirtschaftlich genau im Blick. Wichtig ist es Höroldt, dass es keine Verdrängung gibt, vielmehr seien einige Kooperationen zum Beispiel mit der Lebenshilfe oder den Katholischen Jugendwerken entstanden.

Telefonischer Besuchsdienst

Laut Loerken gibt es mehr öffentliche Förderung. Die kirchlichen Mittel seien sogar etwas gesunken. Das Ehrenamt ist stärker geworden. Finanzcoaches helfen in der Schuldnerberatung, das Projekt Frühstart fördert Kinder mit Unterstützungsbedarf beim Übergang von Kita in die Schule. Willkommenspaten helfen Familien. Das Diakonische Werk mit seinen professionellen Fachdiensten greift dort, wo die Gemeinde allein die Arbeit nicht leisten kann. Impulse aus der Gemeinde entwickelt das Diakonische weiter. Wie den telefonischen Besuchsdienst – eine Projekt aus Rheindorf, das bis Jahresende stadtweit angeboten werden soll. Ehrenamtlich rufen bei Vereinsamten meist Senioren an. Im August 2014 wird die Verwaltung des Kirchenkreises mit rund 40 Mitarbeitern in das ehemalige Internat der Realschule in Burscheid umziehen. „Wir legen die fünf Verwaltungen zusammen“, erklärte Loerken. Die Gemeindebüros blieben voraussichtlich vor Ort. Aber Verwaltungsbereiche wie Personal oder Liegenschaften sollen künftig von Burscheid aus behandelt werden.

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