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Leverkusener Klinikum: Ein Mekka für werdende Eltern

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Hebamme Ulrike Sandtner (links) zeigte den Besuchern, oft werdende Eltern, auf der „Babymesse“ im Kreißsaal auch die Gebärbadewanne.  Foto: Ralf Krieger
Werdende Eltern konnten sich am Wochenende umfangreich über die Zeit vor und nach der Geburt informieren. Wie versichere ich mein Baby? Wo und wie beantrage ich Kindergeld und wie unterstützt die Stadt junge Familien?  Von 
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Leverkusen

Wie versichere ich mein Baby bei der Krankenkasse? Wo beantrage ich Kindergeld? Wie unterstützt die Stadt junge Familien? Fragen, die werdende Eltern beschäftigen – und die auf der ersten Babymesse am Samstag im Klinikum beantwortet wurden. Dabei konnten Paare und Familien nicht nur einen Blick in den Kreißsaal werfen und sich über die Angebote des Mutter-Kind-Zentrums informieren.

Etwa 35 Aussteller präsentierten zudem ihr Sortiment, darunter Babybekleidung, Tragetaschen und Kinderwagen. Ein Fotostudio bot Familienshootings mit dem Nachwuchs an, Beratungsstellen verschiedener Träger informierten über die unterschiedlichsten Themen, eine Kinderarztpraxis stellte Methoden der Naturheilkunde bei Kindern vor. Zusätzlich präsentierte die Elternschule des Klinikums Angebote für die Zeit während der Schwangerschaft und nach der Geburt.

Umfrage zur Babymesse im Klinikum

Ein bisschen Zeit brauchten die Besucher schon, um einmal überall hineinzuschnuppern und vorbeizuschauen. Denn die Babymesse erstreckte sich nicht nur im Erd- und im Untergeschoss, sondern auch im Krankenhaus-Park. Bei den hochsommerlichen Temperaturen zwischen grünen Bäumen eine schöne Kulisse, um den ersten Strampler für den Nachwuchs auszusuchen.

Hunderte Besucher strömten im Laufe des Samstags auf das Krankenhausgelände. Einige, so auch Diana Cerrone, verbrachten gleich mehrere Stunden im Gesundheitspark. Die 33-Jährige aus Leverkusen war mit Partner und Eltern gekommen, um sich kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes den Wunschort für die Entbindung einmal genauer anzusehen. Und so ging es natürlich auch in den Kreißsaal.

Drei Mal pro Stunde führten Hebamme Ulrike Sandtner und ihre Kolleginnen werdende Mütter und Väter über die Geburtsstation. Ein sanftes Lila, ein saftiges Sonnengelb an der Wand, pinke Bezüge auf den Geburtsstühlen – die Gebärenden sollen sich in den Kreißsälen wohl fühlen. „Sie können auch Ihre eigene Musik mitbringen“, informierte Ulrike Sandtner. Ob Rock, Pop oder Klassik, die Wahl sei den werdenden Eltern überlassen. „Wir hatten auch schon ein Paar, das bei der Geburt die Höhner gespielt hat.“ Gelächter bei den Kreißsaal-Besuchern. Und auch ein wenig Erleichterung.

Denn die Gewissheit, dass sie individuell betreut werden, ist werdenden Eltern besonders wichtig. „Das nimmt einem schon die Berührungsängste“, stellte auch Diana Cerrone fest. Zu wissen, wie der Ort, der Raum aussehen, an dem das Kind zur Welt kommt – zu wissen, wer einen betreut, das sei natürlich beruhigend. Auch Stefani Kremer aus Bergisch Gladbach (26) schaute sich die Geburtsstation an und lauschte den Ausführungen der Hebamme genauestens. In vier Wochen soll es schließlich auch bei ihr so weit sein. „Noch bin ich aber tiefenentspannt“, sagte die junge Frau und lachte. Und so nutzte sie die Gelegenheit, sich weiter umzuschauen. Denn die Babymesse bot noch so allerhand.

Bitte nicht im Kopfstand

In den Räumen der Elternschule etwa referierte Anja Walther, Leitende Hebamme, humorvoll über erleichternde Gebärpositionen und Schmerztherapie. „Es gibt viele günstige Gebärpositionen. Nur eine ist ungünstig: der Kopfstand.“ Einen Raum weiter stellte Kursleiterin Conni Dorn das noch relativ neuartige Fitnesskonzept „fitdankbaby“ vor. Das Gewicht des Kindes nutzt die Mutter dabei für ihre Kräftigungsübungen, während das Baby die Bewegung und den Kontakt zur Mutter genießt. Begeistert machten die teilnehmenden Mütter beim Probetraining mit und stemmten ihre Babys in die Luft. Auch den Kleinen schien es Spaß zu machen.

Bestens besucht waren auch die Workshops Tragetuchtechniken, Baby-Handling und Geburtsvorbereitung. Generell war die Resonanz sehr positiv – nicht nur bei den Besuchern. Die Veranstaltung sei ein voller Erfolg, bilanzierte Simone Röxe, Öffentlichkeitsreferentin des Klinikums. Bereits um 11 Uhr, also direkt zu Beginn der Veranstaltung, habe ihr der erste Aussteller für kommendes Jahr zugesagt.

„Wir sind begeistert“, freute sich Röxe. Und auch Diana Cerrone hofft darauf, dass die Babymesse in Leverkusen weitergeführt wird. „Das ist einfach toll für werdende Eltern.“ 17 Tage hat sie noch, dann soll ihr erstes Kind geboren werden. Nach dem Besuch der Babymesse kann die Leverkusenerin diesem lebensverändernden Ereignis zumindest ein wenig gelassener entgegenblicken.

AUTOR
Christina Michaelis
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