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Musical: Flashmob in der Rathaus-Galerie

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Foto: Britta Berg
Mitglieder des großen Leverkusener Musical-Projekts „Young Stage“ haben mit einen Flashmob in der Rathaus-Galerie für ihr Stück geworben. Dabei zogen die Jugendlichen viel Aufmerksamkeit auf sich.  Von
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Wiesdorf

Stellen Sie sich vor, Sie würden im Jahr 2041 leben: Es gäbe keine Kriege mehr, keiner würde mehr leiden. Und dann erfahren Sie plötzlich, dass die Zeit der Probleme so lange nicht zurückliegt: Noch 2013 stand die Welt am Abgrund. Wie hat sich seitdem nur alles zum Guten gewandelt? Dieser Frage widmen sich die jugendlichen Mitglieder des Leverkusener Projektes „Young Stage“ in ihrem Musical „Mutter Erde 2041“. Derzeit proben sie dafür täglich im Forum. Unten, im Foyer des Hauses, ist es zwar so still wie immer zur Ferienzeit.

Doch wer ins Obergeschoss geht, hört leise Musik. Menschen sprechen miteinander. Füße trappeln. Im Agamsaal tanzen Jugendliche. Unter der Leitung von „Young Stage“-Chef Arthur Horvath und seinen Trainern läuft alles wie geschmiert: Knapp 60 Leverkusener Schüler aller Schulformen gehen ihren Aufgaben nach. Manche sind Sänger. Manche Tänzer. Manche sogar beides. Andere wiederum spielen in der Musicalband oder sind für die Bühnentechnik, das Bühnenbild, für Catering oder die Öffentlichkeitsarbeit (PR) zuständig. Ihr Alter: zwölf bis 18 Jahre. Horvath – der selbst Musiker ist – sagt, er habe den Wunsch, junge Leute mit Musik und Kultur zu inspirieren. Er wolle den Schülern Werte vermitteln und die Idee, gemeinsam und gleichberechtigt auf ein Ziel hinzuarbeiten. So gibt es denn auch keine wirklichen Hauptrollen.

Die Plätze im Projekt wurden bei mehreren Castings an Gymnasien, Real-, Gesamt- und Hauptschulen vergeben. Mit diesem Konzept sei „Young Stage“ die erste Aufführung ihrer Art im Land, sagt Horvath. Und für die wird seit März geprobt. Im „Clubraum A“ singen derweil Jugendliche. Zuerst gemeinsam, dann einzeln nacheinander mit Klavierbegleitung. Am Ende klatschen sich die Jungen und Mädchen begeistert selbst Beifall. Jessica Colella (12), eine der Sängerinnen, sagt, sie möchte bei diesem Musical zeigen, was sie kann. Zufällig habe sie an der Montanus-Realschule von dem Casting gehört. Sie meldete sich an – und wurde genommen. Ein Bisschen Erfahrung habe sie ja schon: Unter anderem spielte Colella einmal bei „Soko Köln“, einer TV-Kriminalserie, mit. Gleich gegenüber, im „Tanzraum Agamsaal“, wärmen sich die Tänzer gerade auf. Von den beiden Choreografen Katja Morozova (22) und René Buckbesch (19) haben sie in den vergangenen Tagen und Wochen viel gelernt. Jetzt gleich aber wird es zum ersten Mal ernst: Dann geht es raus in die Rathaus-Galerie, zum so genannten „Flashmob“, einem Spontanauftritt in der Öffentlichkeit, mit dem für „Young Stage“ geworben werden soll.

Bei den letzten Durchgängen vorm Aufbruch ist Morozova zwar nicht zufrieden: „Was war das? Das habt Ihr aber schon besser draufgehabt“, ruft sie hier und da. Doch die Tänzer geben sich sichtlich Mühe, sind mit Eifer bei der Sache – und der Flashmob wird ein Erfolg: Neben einem großen Elektroladen im Untergeschoss des Einkaufszentrums legen die Tänzer und Sänger auf ein Kommando hin los und zeigen, was sie können. Die Mitglieder der PR-Gruppe verteilen selbst gestaltete Flugblätter und laden ein zur „Young Stage“-Premiere am 6. Dezember. Zwischenzeitlich gesellt sich zwar ein Sicherheitsmann der Rathaus-Galerie zu diesem nicht angekündigten Auftritt und horcht bei Horvath nach, um was es sich da handele. Doch letztlich ziehen die Jugendlichen ihr Ding durch. Über ihren Köpfen im Obergeschoss stehen zahlreiche Schaulustige und nehmen die Aktion mit den Kameras ihrer Mobiltelefone auf und applaudieren. So etwas gibt es ja nicht jeden Tag. Eine Passantin sagte, sie freue sich, dass die Schüler etwas gemeinsam auf die Beine stellten – und bestätigt auch Horvaths Auffassung, dass die Schüler durch dieses Projekt wachsen und selbstbewusster würden. Dafür lohne der ganze Auswand, findet er und fügt hinzu: „Das, was man dabei zurückbekommt, kann man mit Geld nicht bezahlen.“

Die Premiere von „Young Stage“ ist am Freitag, 6. Dezember, um 20 Uhr im Forum (großer Saal). Informationen und Tickets (15 Euro im Vorverkauf, 18 Euro an der Abendkasse) gibt es im Internet sowie unter ☎ 0214/4 06 41 13.

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