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Nahverkehr: Zu kurz für Barrierefreiheit

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Nur ein knappes Stückchen Gehweg gibt es an der Bushaltestelle. Doch mehr funktioniert an dieser Stelle wohl nicht. Foto: Ralf Krieger
Anwohner in Steinbüchel beschweren sich über die Bushaltestelle Halenseestraße, weil sie nicht barrierefrei sei. Barrierefreiheit sei nur zu verwirklichen, wenn ein bestehendes Podest verlängert würde, heißt es von der Wupsi.
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Leverkusen

Die Bushaltestelle Halenseestraße in Mathildenhof lässt für einige Anwohner Wünsche in Sachen Barrierefreiheit offen. Erhard Prautsch aus der Brandenburgerstraße hatte sich vor gut einem Jahr an die Wupsi (Kraftverkehr-Wupper -Sieg) und an die Leverkusener Stadtverwaltung gewendet und bemängelt, dass die Fahrgäste gezwungen seien, auf der Straße und im schlimmsten Fall über einem Gully auszusteigen. "Die Anwohner des Mathildenhofs sind in ein Alter gekommen, wo ein solcher Ausstieg große Schwierigkeiten bereitet", erklärt Prautsch.

Auf seine Anregung hin baute die Verwaltung ein kleines Podest. Doch damit ist nach Ansicht von über 90 Fahrgästen, die eine Unterschriftenaktion Prautschs unterstützten, das Problem nicht gelöst. Das Podest ermögliche nur an einer Bustür ein bequemeres Aussteigen. Wer durch die hinteren Türen aussteige, habe nach wie vor mit dem Höhenunterschied zu kämpfen. Juliane Krahforst, Sprecherin der Wupsi, erklärt, dass eine noch größeres Podest im Bereich der Haltestelle nur zu verwirklichen sei, wenn dieses in den Bereich der nahe gelegenen Kurve verlängert würde. "Haltende Busse im Kurvenbereich würden jedoch die Sicht auf den Gegenverkehr derart einschränken, dass ein gefahrloses Vorbeifahren an dem Bus nicht möglich wäre", erklärt Krahforst. Die Stadtverwaltung habe den Bereich der Haltestelle vergrößert, nachdem eine Hecke entfernt worden sei. Das bedeute aber für die Linienbusse trotzdem nicht, dass sie auf der ganzen Länge den Bordstein anfahren können, da unmittelbar an die Haltestelle ein Garagenhof angrenzt, der ebenerdig zur Straße liege. Ein Bürgersteig passt da nicht mehr hin.

"Durch die bauliche Veränderung durch die Stadt Leverkusen wurde jedoch insofern eine Verbesserung erreicht, dass von Linien, die an der Haltestelle ein- und aussteigende Fahrgäste bedienen, der Gehweg direkt angefahren werden kann. Für Fahrgäste mit einer Gehbehinderung besteht dabei die Möglichkeit , das Fahrpersonal zu informieren und die vordere Tür für ihren Ausstieg zu nutzen", so Krahforst. Beschwerdeführer Prautsch dagegen schlägt vor, noch eine weitere Hecke zu beseitigen. (JAN)

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