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Naturgut Ophoven: Ausbau regenerativer Energien gefordert

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Wie kann man Umweltbewusstsein unterrichten? Die Frage geht das Naturgut Ophoven immer wieder neu an.  Foto: kein
In einer Bildungswerkstatt auf dem Naturgut Ophoven diskutieren Experten, wie sich Möglichkeiten entwickeln lassen, die möglichst viele begeistern. Eine Idee ist es, Anwohner bei der Planung von Windparks stärker einzubinden.  Von
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Wie kann man Umweltbewusstsein unterrichten? Die Frage geht das Naturgut Ophoven immer wieder neu an. In Gemeinschaft mit der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung, Landesverband NRW (ANU) und der Natur- und Umweltschutz-Akademie (:nua) diskutierten die landesweiten Vertreter der Umweltbildung jetzt in einer Bildungswerkstatt auf dem Naturgut Ophoven, wie sich Unterrichtseinheiten entwickeln lassen, die möglichst viele Mitstreiter begeistern, den Weg der Nachhaltigkeit zu gehen.

Für die Teilnehmer stand aber auch fest, dass alle Bildungsträger ihre Chancen wahrnehmen sollten, um die politische Bedeutung des Umwelt- und Klimaschutzes zu demonstrieren. Nur wenn Bürger partizipierten, sei die Gesellschaft den Herausforderungen der Energiewende gewachsen. Gelinge es stärker, Anwohner bei der Planung von Windparks einzubinden, stünden auch die Chancen für das zügige Vorankommen nicht schlecht. Die Zeit drängt, denn schon Mitte des Jahrhundert müsse mit massiven Konflikten und Verteilungskriegen gerechnet werden, die auch durch den Klimawandel angeheizt würden.

„Wir müssen drei Prozent des alten Gebäudebestands jährlich sanieren. Bisher sind es ein Prozent Sanierungen.“

Hans-Martin Kochanek

„50 Prozent des Weltgetreides landet derzeit noch in Viehmägen“, erklärte Hans-Martin Kochanek, Leiter des Naturguts Ophoven. Und: „Die Zeit der Appelle, das war doch in den 80er Jahren. Heute müssten wir im Zeitalter des aktiven Handelns für den Klimaschutz und eine nachhaltigen Entwicklung sein.“ Auch Politiker sollten bei allen Entscheidungen die klimapolitischen Ziele mitbedenken.
Die Umweltbildungswerkstatt stellte im Anschluss die Leitlinien vor.

„Sollen mehr als zwei Grad Erderwärmung vermieden werden, müssen die globalen Treibhausgasemissionen sehr schnell sinken. Dazu müssen Gesellschaften mit klimaverträglichen Produktions- und Konsummustern entstehen“, erklärt die Werkstatt. Beim Thema Bauen fordert sie einen schnellen Stopp des Flächenfraßes. „Wir müssen drei Prozent des alten Gebäudebestands jährlich sanieren. Bisher sind es ein Prozent Sanierungen“, so Kochanek.

Regenerativen Energien müssten massiv ausgebaut werden, aber auch neue Wohlfahrtskonzepte und soziale Innovationen seien notwendig. Die Teilnehmer der Werkstatt zitierten den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und forderten unter anderem, die rasante Urbanisierung nachhaltig zu gestalten und die klimafreundliche Landnutzung voranzubringen.

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