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Neues Wurfhaus: Training schon bald im Trockenen

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Spatenstich im Regen mit (v. l.) Paul-Heinz Wellmann, Bernd Schendzielorz, Klaus Beck und Hammerwerfer Markus Esser.  Foto: Ralf Krieger
Die Athleten um Hammerwerfer Markus Esser erhalten am Kurtekotten ein neues Wurfhaus. Bislang mussten sie im Freien trainieren. Doch schon die Vorbereitungen des Bauvorhabens gestalteten sich alles andere als leicht.  Von
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Leverkusen

Schlammig und voller Pfützen ist der Weg zur Wurfanlage des TSV Bayer 04 am Kurtekotten. Vom Knochenbergsweg kaum einsehbar, hinter Bäumen versteckt, liegt das von Rasenflächen dominierte Areal, auf dem Weltklasse-Athleten wie Hammerwerfer Markus Esser trainieren – unter freiem Himmel, bei Wind und Wetter.

Wie an diesem Mittwochvormittag: Es regnet heftig, im Wurfring steht das Wasser. Vorsicht ist geboten, als Esser einen weiteren Versuch unternimmt, die an einem Stahldraht befestigte, 7,26 Kilo schwere Metallkugel möglichst weit hinaus zu schleudern.

Bei Nässe drohen Ausrutscher

Bei den dazu erforderlichen blitzschnellen Drehungen auf nassem Untergrund drohen Ausrutscher und Verletzungen. „Das Wetter heute zeigt eindrucksvoll, warum wir ein Werferhaus benötigen“, betont Esser, der mehrmals an Olympischen Spielen teilgenommen hat. Es gehe natürlich auch darum, konkurrenzfähig zu sein.

„Wir sind froh, dass es jetzt endlich losgeht“
Klaus Beck, TSV-Vorsitzender

Klaus Beck nickt. „Wir sind froh, dass es jetzt endlich losgeht“, merkt der TSV-Vorsitzende nach dem Spatenstich erleichtert an. Schließlich sollte das Haus für die Werfer jetzt schon fertig sein. Paul-Heinz Wellmann erinnert, dass der Antrag bereits vor vier Jahren gestellt wurde. „Zunächst ging aber alles nur schleppend voran.“

Zahlreiche Probleme

Kaum hätten die Genehmigungen für die Zuschüsse vorgelegen, seien neue Probleme auf getaucht: „Sanitäranlagen, Umkleidekabinen und technische Anlagen waren zunächst nicht geplant, wurden dann aber als wesentlicher Bestandteil eingestuft“, erklärt der Leichtathletik-Geschäftsführer.

„Die Stromkapazität auf dem Areal reichte nicht aus, es gab keine richtigen Wasseranschlüsse, ein Kanal zur Einleitung fehlte ebenfalls“, erläutert der Leverkusener Architekt Bernd Schendzierloz einige der Probleme. Die sind nun beseitigt, nachdem es galt, eine Unzahl begleitender Genehmigungsverfahren zu bewältigen. Auch dadurch habe es einige weitere Monate der Verzögerung gegeben.

Einweihung Anfang November

Seit Montag aber sind Mensch und mehr oder weniger schweres Gerät im Einsatz. „Es wird gebaggert, ausgekoffert, abgeschottet, Mutterboden abgezogen und mit Lastern abgefahren, zudem eine Fläche für weitere Parkplätze vorbereitet“, schildert Bauleiter Markus Reifenrath das Geschehen. Alle

Arbeiten, sei es Dach-, Roh- oder Stahlbau, wurden deutschlandweit ausgeschrieben und, so Architekt Schendzierloz, hiesigen Unternehmen zugesprochen. Sofern das Wetter mitspiele, könne wohl Anfang November Einweihung gefeiert werden.

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Dann steht für die Werfer und Werferinnen (Diskus, Hammer, Speer) ein 20 mal 20 Meter großes, hochmodernes und im vorderen Bereich bis zu zehn Meter hohes Haus mit Grasdach und extra langer Anlauffläche für den Speerwurf zur Verfügung.

Die Kosten des Projekts, 550 000 Euro, tragen Bund und Land zu je 45 Prozent, den Rest der TSV. Die nächste Maßnahme ist bereits absehbar: die Modernisierung der Stabhochsprunganlage in Manfort.

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