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Opladen: Aufruhr um einen Poller

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Hier kommt man bald nicht mehr so einfach durch: Die Platte vor dem Auto deckt das Loch für einen versenkbaren Poller ab. Foto: Ralf Krieger
Der Gemeinnützige Bauverein Opladen sieht sich genötigt, an der der Düsseldorfer Straße ein Parkverbot durchzusetzen. Bei den Mietern sorgte die Ankündigung, dass man bald einen Poller aufstellen wolle, für Aufregung.  Von
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Opladen

Der Poller ist noch gar nicht da. Doch allein die Ankündigung, dass die Hülse im Boden jetzt gefüllt und die versenkbare Absperrung Anfang kommenden Jahres in Betrieb gehen soll, hat bei den Mietern des Gemeinnützigen Bauvereins an der Düsseldorfer Straße für Aufruhr gesorgt. In einem Brief hatte der Bauverein angekündigt, dass der Poller kommt - und weil man niemanden aussperren will, die Ausleihe eines Senders angeboten, mit dem man den Poller im Boden versenken kann. Das Pfand für den Sender beträgt 75 Euro. Das finden viele Mieter ganz schön happig: Alsbald kursierte eine Unterschriftenliste, in der sie sich gegen den Poller aussprachen. Tatsache ist: Seit das GBO-Haus bezogen wurde, wird der Innenhof häufig als Parkplatz genutzt. Daran ändern auch die zahlreichen Halteverbotsschilder nichts und die Hinweise, dass der Hof als Aufstellfläche für die Feuerwehr dient - im Falle eines Falles. Noch nicht einmal die Rasengittersteine, die langsam überwachsen und deshalb wenig Parkplatzatmosphäre aufkommen lassen, haben daran etwas geändert.

"Wir haben das über einen längeren Zeitraum beobachtet. Das ist so nicht tragbar", sagte jetzt Alexander Dederichs aus dem Vorstand des GBO. Besonders abends und samstags diene der Hof des GBO-Hauses offenbar als Parkplatz - inzwischen wohl sogar für Fremde, die in der Opladener Innenstadt Besorgungen machen wollen. Das könne natürlich nicht sein. Dederichs räumte allerdings ein, dass die Ankündigung, nun den als Kann-Lösung vorgesehen Poller auch tatsächlich zu installieren, "keine freudigen Reaktionen" hervorgerufen habe.

Er gab aber zu bedenken, dass es einen direkten Zugang von der Tiefgarage zu den Wohnungen im GBO-Haus gebe. Und wer dort keinen Stellplatz habe, aber regelmäßig Besuch mit dem Auto bekommt - zum Beispiel den Pflegedienst - könne sich ja den angebotenen Sender besorgen. Mit dem Pfand, beteuerte, Dederichs "verdienen wir kein Geld": Allein die Programmierarbeit für den Sesam-öffne-Dich schlage mit rund 25 Euro zu Buche. Dass der angedrohte Poller für so schlechte Laune in der Mieterschaft sorgt, hat allerdings auch einen anderen Grund: Von Anfang an habe sich ein Bewohner bemüßigt gefühlt, jeden, der sein Auto in den Hof steuerte, lautstark darauf hinzuweisen, dass er das nicht darf, sagte eine Anwohnerin. Stimmt, sagte Dederichs, "wir sind von dem Bewohner mehrfach darauf angesprochen worden". Doch habe sich der GBO nicht nach den Klagen gerichtet, sondern sich selbst ein Bild gemacht. Das Ergebnis sieht so aus: Zwischen 7 und 16 Uhr ist der Poller nicht in Betrieb, weil dann das GBO-Büro besetzt ist und eine Kontrolle der Lage im Hof erlaubt. Außerhalb dieser Zeit soll er den Weg versperren - sobald er da ist.

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