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Opladen: Plönes-Mosaik eingeweiht

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Helmut (l.) und Erwin Plönes vor ihrem restaurierten und beleuchteten Mosaik an der Fassade des Wohnheims Upladin.  Foto: Britta Berg
In Opladen ist das Plönes-Mosaik eingeweiht worden. Das Mosaik hatte von 1962 an die Opladener Stadtbibliothek an der Düsseldorfer geschmückt. Nun ist es an der Fassade des Wohnheims Upladin.  Von
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Opladen

Ein Stück – genauer gesagt, viele tausend Stückchen – Opladener Historie ist in seine Heimatstadt zurückgekehrt: Am Freitagabend hat Bezirksvorsteher Rainer Schiefer im Beisein zahlreicher Gäste, darunter auch die Künstler selbst, das Plönes-Mosaik an seinem neuen Standort eingeweiht. Zwischen Schiefers Kommando „Es werde Licht!“ und dem Aufglimmen der Scheinwerfer verging allerdings eine geraume Weile, so dass manche Zuschauer sich bereits fragten, ob nicht besser Stadtdechant Heinz-Peter Teller diese biblischen Worte gesprochen hätte. Mit ein paar Minuten Verzögerung begann sich dann aber die Fassade des Wohnheims Upladin zu erhellen und aus dem Dunkel zeichneten sich immer deutlicher die Details des aus mehreren tausend einzelnen Glassteinchen bestehenden Kunstwerks ab. Helmut und Erwin Plönes, die es Anfang der 60er Jahre erschaffen hatten, verfolgten das Schauspiel ebenso gebannt wie etliche Mitglieder des Bezirksvertretung und die Repräsentanten der Institutionen, die es möglich gemacht hatten.


Allen, die es nicht wussten, erläuterte Schiefer die Geschichte des Mosaiks, das von 1962 an die Opladener Stadtbibliothek an der Düsseldorfer geschmückt hatte. Deren damalige Leiterin, Roswitha Wehner, konnte die Stadtspitze davon überzeugen, dass zu einem öffentlichen Gebäude Kunst am Bau gehört, und gab auch den Hinweis auf zwei junge, aufstrebende Künstler, bei denen es sich um ihre beiden Brüder handelte. Die Zwillinge Erwin und Helmut Plönes tauften ihr Werk „Pendelschlag der geistigen Regsamkeit einer Stadt“ und stellten dafür das Opladener Wappen ins Zentrum einer Schöpfung aus Theatermaske, Musikinstrument und wissenschaftlichen Symbolen. Wegen des Abbruchs der Bibliothek musste das Mosaik 2005 demontiert und in der Glaswerkstatt Derix in Kevelaer eingelagert werden, wo es 44 Jahre zuvor auch entstanden war. Dort zeigte sich, dass das Kunstwerk im Lauf der Zeit erhebliche Schäden erlitten hatte, auf deren Reparatur die Stadt aus Kostengründen verzichtete. Daraufhin entschlossen sich die Zwillingsbrüder, in die Bresche zu springen und zahlten die benötigten 20 000 Euro aus eigener Tasche.

Nachdem dann auch die Bezirksvertretung 5000 Euro für Transport und Montage bewilligt hatte, suchten Bezirksvorsteher Rainer Schiefer und Michael Molitor, der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle, in mehreren Spaziergängen nach einem geeigneten Standort. Fündig wurden sie schließlich am Wohnheim Upladin, dessen Leiter Wolfgang Pauls nicht schwer zu überzeugen war. Damit das Plönes-Mosaik auch nachts erkennbar ist, wurde allerdings noch eine Beleuchtung benötigt. Die stiftete zu guter Letzt der Gemeinnützige Bauverein Opladen, dessen Neubau am alten Standort der Bücherei für die Wiederauferstehung des Kunstwerks aus technischen Gründen ausgeschieden war.

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