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PaRoLi: Ein erfrischender Umzug

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Wer hätte es für möglich gehalten, dass in diesem Sommer Kaltgetränke noch einmal wichtig werden würden?  Foto: Ralf Krieger
Unter dem Motto „Rocky Horror“ feierte die Dorfgemeinschaft Pattscheid, Romberg-Linde fünf Tage lang ihr 61. Dorffest. Noch bis Montagabend wird gefeiert. Einer der Höhepunkte war der Festumzug am Samstag.  Von
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Klein und fein, schrill und ausgelassen: Unter dem Motto „Rocky Horror“ feiert die Dorfgemeinschaft Pattscheid, Romberg-Linde (PaRoLi) fünf Tage lang seit Freitagabend ihr 61. Dorffest. Gejubelt wird bis Montagabend: Dann endet das Spektakel mit dem Krönungsball samt Proklamation des neuen Königspaares.

Einer der Höhepunkte war wieder der Festumzug am Samstag. Die „Reise nach Transsilvanien“ begann mit der Zugaufstellung auf dem Platz des „Landhotels May-Hof“. Um 15 Uhr gab das Königspaar, Else und Jürgen Kube, das Startsignal. Die vier Kilometer lange Strecke über die Burscheider Straße bis nach Linde und zurück zum Festplatz wurde unter sengender Sonne absolviert. Auf dem überdachten Wagen mit den schwarz-roten Untoten vom Hofstaat wurde es ungemütlich heiß.

Da hatten es die 30 gelb-schwarzen Teilnehmer der Alten Herren vom Sport- und Spielverein Lützenkirchen besser: Sie hatten sich als Fußgruppe gelbe Mallorca-Hütchen aufgesetzt und trotzten der Sonne. Auch der älteste „Alte Herr“, Dieter Elsner (69), hielt den rund zweistündigen Umzug prima durch: „Monika Herweg hat uns aus dem Bagagewagen bestens versorgt.“ Aber auch am Straßenrand der sich lang hinziehenden Burscheider Straße gab es bei kleinen Stopps von den zahlreich jubelnden Anrainern immer wieder kühlendes Kölsch und kleine Häppchen. Dafür wurden von den Wagen und den Fußgruppen Kamelle und andere Leckereien, Spiele, Sonnenhütchen und allerlei Krimskrams geworfen, was das Zeug hielt.

PaRoLi-Fusion ist geplatzt

Die Idee war vernünftig und nachvollziehbar: Die Teams um die Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft Romberg-Linde, Marlies Münch-Rippel, und der Dorfgemeinschaft Pattscheid, Gabriele Zechel, haben bereits vor längerem eine Fusion der Vereine vorgeschlagen. Der Grund: Kosten sparen und Synergien nutzen. Auf der betreffenden Versammlung vor wenigen Wochen in der Gaststätte „Zur Linde“ kam die Überraschung: Von den rund zwei Dutzend stimmberechtigten Mitgliedern der Dorfgemeinschaft Romberg-Linde votierten 16 (bei einer Enthaltung) gegen die Fusion.

Damit war das Vorhaben gescheitert. Dabei hatten sich im Vorfeld bei Befragungen die meisten Mitglieder für eine Zusammenlegung ausgesprochen. Eine merkwürdige Rolle spielte vor der Abstimmung ein anonymer Brief mit vor allem emotionalen Argumenten gegen eine Fusion. Dazu Mitglied Marc Hill: „Eventuell verwechseln die Gegner unsere Dorfgemeinschaft mit anderen brisanten Themen in Romberg-Linde.“ (tim)

Vor allem die am Zug tollenden Kinder kamen auf ihre Kosten. „Einfach toll, was wir bekommen haben“, sagte der fünfjährige Leon Gottschlich. Gemeinsam mit seinem kleinen Bruder Luke und Opa Volker Gebhard unterstütze er seine Mama Sandra, als es darum ging, in Linde den Zug mit Getränken zu versorgen. Papa Christian Gottschlich war mit seinem amerikanischen Oldtimer im Zug vertreten. Aus dieser Perspektive konnte er die mit teuflischen schwarzen Spinnen, den dazugehörigen Netzen sowie Flaggen und zwei lebensgroßen Puppen geschmückte Fassade seines Hauses mal von der Straße aus sehen. Die Dekoration gefiel allen PaRoLis, und dafür gab es Sonderbeifall.

Wegen der ausnahmsweise sommerlich hohen Temperaturen hatten freilich auch die Gruppen im Festzug für Flüssigkeiten gesorgt: Aus furchterregenden Wasserpistolen und Gartenschläuchen platschte das Nass auf die überraschten Besucher. Erfrischend, wie der ganze Zug.

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