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Politik: Unterschiedliche Reaktionen

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Die Stimmen sind ausgezählt, Hitdorf hat entschieden: Die Bürger wollen die Umgehungsstraße.  Foto: Ralf Krieger
Die Reaktionen der Parteien auf den Ausgang der Bürgerbefragung zum Verkehrskonzept in Hitdorf fallen unterschiedlich aus. Die Jamaika-plus-Ratsmehrheit bedauert, SPD und Bürgerliste hingegen unterstützen das Ergebnis.
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Mit „Bedauern“ nimmt die Jamaika-plus-Ratsmehrheit das Ergebnis der Hitdorfer Bürgerbefragung am vergangenen Sonntag zur Kenntnis. „Schade, dass die Mehrheit der Hitdorferinnen und Hitdorfer, die an der Bürgerbefragung teilgenommen haben, den Gegnern einer innerörtlichen Verkehrslösung auf den Leim gegangen sind. Passieren wird nun leider bis auf weiteres nichts“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von CDU, Grünen, FDP und Unabhängigen. Über fünf Millionen im Etat fest eingeplante Euro für den Aus- und Umbau von Hitdorfer Straße und Ringstraße stünden jetzt nur noch auf dem Papier, weil das Land die von der Mehrheit geforderte Umgehungsstraße auf der Bernsteintrasse nicht wolle und die Stadt sie nicht bezahlen könne.


Lösung erarbeiten


„Jamaica muss sich bewegen“, lautet dagegen die Schlussfolgerung, die die SPD-Fraktion aus der Abstimmung zieht. „Die Bürger haben sich entschieden: Hitdorf soll eine Umgehungsstraße bekommen“, erklärt Bezirksvertreter Heinz-Josef-Longerich, während der Fraktionsvorsitzende Peter Ippolito jetzt im Rat die Voraussetzungen für die Lösung der Hitdorfer Verkehrsprobleme schaffen will. Dazu gehören für ihn der Ausbau der Ringstraße und der Umbau der Hitdorfer Straße im Zusammenhang mit einer Ortsumgehung. Die SPD sei offen für eine gemeinsame Lösung mit Jamaika plus, wenn diese dem Abstimmungsergebnis entspreche.


Schneller Baubeginn


Schon einen Schritt weiter ist die Bürgerliste, die bereits einen Tag nach der Bürgerbefragung einen Antrag an Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn abgeschickt hat: Die Verwaltung soll demnach bis zur nächsten Ratssitzung Vorschläge für einen Baubeginn spätestens nach den Sommerferien erarbeiten. Daneben solle die Stadt der Landesregierung mitteilen, dass sie nunmehr den Lückenschluss zwischen Yitzhak-Rabin- und Langenfelder Straße auf der Bernsteintrasse vollziehen wolle.
Von einer Spaltung der Hitdorfer Bevölkerung, die der grüne Ratsherr Gerd Wölwer sieht, könne im Übrigen keine Rede sein, da auch die Minderheit den späteren Bau der Umgehungsstraße nicht ausgeschlossen habe. (hz)

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