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Pro NRW: Kundgebung verläuft friedlich

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Markus Beisicht (Mitte) spricht bei der Demonstration vor dem Asylbewerberheim in Opladen.  Foto: Ralf Krieger
20 Demonstranten haben sich am Donnerstag vor dem Asylbewerberheim eingefunden - und ebenso viele Journalisten. Auch wenn die Demo klein war, das öffentliche Interesse an Markus Beisicht war nach dem vereitelten Anschlag groß.
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Opladen

Wäre nicht am Tag zuvor ein geplanter Anschlag auf den Pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht von der Polizei vereitelt worden, hätte die Demonstration gestern Nachmittag vor dem Asylbewerberheim an der Opladener Sandstraße wohl kaum so großes öffentliches Interesse gefunden. An der Kundgebung "gegen Asylmissbrauch" nahmen rund 20 Mitglieder und Sympathisanten der rechtsextremen Partei teil - und etwa ebenso viele Medienvertreter. Beisicht, der von einem Parteigänger als "der mutigste Parteivorsitzende Europas" angekündigt worden war, genoss seinen Auftritt vor zahlreichen Fernsehkameras sichtlich und zog dann lautstark gegen ausländische Flüchtlinge zu Felde, die den deutschen Sozialstaat ausnutzten, ohne in ihrer Heimat tatsächlich bedroht zu sein. Bewacht wurde die Szenerie, die sich zeitweise in dichtem Schneetreiben abspielte, von zahlreichen Kräften der Bereitschaftspolizei, die aber zu keinem Zeitpunkt einschreiten mussten. Zwar gab es während Beisichts Rede immer wieder empörte "Nazis raus"-Zwischenrufe aus dem gegnerischen Lager, die Auseinandersetzung beschränkte sich aber auf rein verbale Scharmützel.

Ohnehin hatte die Polizei die Pro-NRW-Demonstration nur unter der Auflage genehmigt, dass die Rechten sich auf die gegenüberliegende Straßenseite beschränken mussten. So kam es, das ein ums andere andere Mal vorbeifahrende Lastwagen und Linienbusse nicht nur den Sichtkontakt, sondern auch die akustische Verbreitung der Beisicht'schen Botschaften unterbrachen. Vor dem Asylbewerberheim tummelte sich derweil eine Vielzahl Andersdenkender, vom Integrationsrat über die Flüchtlingshilfe bis zu Kommunalpolitikern und dem für Ausländer zuständigen Dezernenten der Stadtverwaltung, Frank Stein. Und während Beisicht mit seinen Gesinnungsgenossen in Frost und Schnee unverdrossen demonstrierte, hatten die Caritas und der Integrationsrat in einem mollig beheizten Raum der städtischen Unterkunft eine Tafel mit belegten Brötchen, Berlinern und wärmenden Getränken gedeckt. Angemeldet war die Kundgebung von 14 bis 17 Uhr, nachdem sie aber schon mit erheblicher Verspätung begonnen hatte, musste Beisicht bereits um 16 Uhr zur Aufsichtsratssitzung der Neuen Bahnstadt.´"Er sieht aus wie ein Biedermann und artikuliert sich auch so. Aber er ist ein geistiger Brandstifter", bewertete Bürgermeister Friedrich Busch den Auftritt Beisichts. Aber auch das rechtfertige keine salafistischen Mordpläne.

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