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Rotes Kreuz: Streit um Versetzung eskaliert

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Justitia. Symbolbild Foto: dpa
Das Leverkusener Rote Kreuz und sein Betriebsrat streiten sich derzeit vor Gericht. Grund ist die „Versetzung“ eines Angestellten. Der Betriebsrat fordert dabei ein Mitspracherecht. Doch das scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein.  Von
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So ganz scheint die Chemie zwischen dem Leverkusener Roten Kreuz und seinem Betriebsrat nicht mehr zu stimmen. Vor dem Arbeitsgericht stritten die Parteien jedenfalls jetzt um eine Angelegenheit, die in einem offenen Gespräch zwischen Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretung weit weniger zeitraubend hätte erledigt werden können. Ohnehin schien der Fall, den Richterin Alexandra Rüter zu verhandeln hatte, nur die Spitze eines Eisbergs an Unstimmigkeiten zu sein.

Der Betriebsrat klagte auf Beteiligung bei der „Versetzung“ eines Angestellten, während Geschäftsführer Josef Peters von einer nicht mitbestimmungspflichtigen „Umsetzung“ des Betroffenen spricht. Der damit im Übrigen auch einverstanden sei. Auslöser waren Differenzen zwischen mehreren Mitarbeitern in der DRK-Zweigstelle an der Hitdorfer Straße. Um die Streithähne zu trennen, hatten Vorstand und Geschäftsführung den Angestellten in die Zentrale an der Fürstenbergstraße geholt.

Schon damals hätte der Betriebsrat also monieren können, dass es sich um eine Versetzung handele. Das tut er aber erst jetzt, nachdem der Mann zurück nach Hitdorf soll, weil die Wogen sich geglättet haben. Über ein entsprechendes Informationsschreiben Ende vorigen Jahres war der Betriebsrat dann so verschnupft, dass er das Arbeitsgericht anrief. Im Verlauf der Güteverhandlung stellte sich aber heraus, dass dieses Schreiben bereits einen Bezug auf ein vorangegangenes Gespräch im Juni beinhaltete – was Alexandra Rüter aufmerksam zur Kenntnis nahm. Gut, dass sie auch Mediation betreibe, befand die Richterin angesichts der von gegenseitigem Misstrauen und unterschwelligen Vorwürfen geprägten Gemengelage, „denn mit Mediation bekommt man die wahren Gründe von Konflikten heraus“. So weit musste sie dann nicht gehen, weil die Parteien sich nach Beratung auf einen Vergleich einließen. Der Betriebsrat spricht – endlich – mit dem betroffenen Mitarbeiter und sieht von weiteren Maßnahmen ab, wenn der keine Einwände gegen seine Um- oder Versetzung erhebt.

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