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Schlebuscher Volksfest: Kölschrocker lockten Tausende

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Die Kölschrocker von Brings im Schlebuscher Wuppermannpark. Foto: Ralf Krieger
Trotz schlechter Wetterprognosen haben sich am Samstag viele Musikfans auf den Weg in den Wuppermannpark nach Schlebusch gemacht. Textsicher sorgten die Besucher des Konzerts der Kölschrocker Brings für beste Stimmung.  Von
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Schlebusch

Rappelvoll war es am Samstagabend beim Schlebuscher Volksfest. In Massen strömten Jung und Alt in den Wuppermannpark, wo um 20.10 Uhr fünf Männer die Bühne betraten – und erst zweieinhalb Stunden später wieder verließen. Organisator Werner Nolden hatte zur 30. Auflage des Volksfestes die kölsche Rock- und Partyband Brings eingeladen. Zuletzt waren die Herren mit den schwarz-rot-karierten Hosen und Röcken 2011 in Schlebusch zu Gast. Sänger Peter Brings indes erinnerte sich an noch frühere Auftritte „aus dem ersten Leben unserer Band“. Gemeint sind die ersten zehn Jahre der 1990 gegründeten Gruppe, die mit „Superjeilezick“ ihren Durchbruch feierte. „Vor dem Karneval sind wir zehn Jahre von Steckdose zu Steckdose gereist, auch hierhin, nach Schlebusch“, erzählte der Frontmann als Einleitung für ein Stück aus den eben jenen guten, alten Zeiten.

Dass diese Zeiten und ihre Lieder nicht vergessen sind, bewiesen die Brings-Fans. Die ersten Töne von „Niemols im Läve“ lösten Jubelschreie aus, textsicher sang viele Leute im Publikum mit. 6000 Menschen lauschten den Kölschrockern laut Veranstalter Nolden. „Wir hatten so viele Besucher wie seit Jahren nicht mehr“, freute sich der Leverkusener, „am Samstag waren 10 000 Leute im Park und auf der Kirmes unterwegs, insgesamt weit über 100 000.“ Trotz schlechter Prognose blieb das Wetter trocken – und die Kehlen der Besucher zeitweise auch. An den neun Getränkeständen herrschte reger Andrang. „Wir hatten einen Untergang erster Klasse“ scherzte Nolden. Soll heißen: Weil viele Gäste ihre leeren Gläser nicht direkt wieder an die Stände zurückbrachten, fehlten diese an den Theken. „So gab es gegen Ende des Konzerts mal einen Engpass“, verriet der Organisator. Dafür sei das am Donnerstag gestartete Fest aber friedlich verlaufen.

Viele Familien mit Kindern

Voll war es im Wuppermannpark schon zum Auftakt gewesen, als die Coverband „Queen Kings“ auftrat. Am Freitagabend standen dann Lokalmatador Pit Hupperten und die Allerwertesten im Scheinwerferlicht vor rund 3000 Gästen. „Freitagabend kommen erfahrungsgemäß nicht so viele Leute wie am Samstag, aber es war doch überraschend gut besucht“, meinte Nolden. Der Eintritt zu den Konzerten war frei. Einziger Wermutstropfen war ein Diebstahl am vergangenen Wochenende. Auf dem Marktplatz stahlen Diebe Kabel, die dort für die Kirmes gelagert worden waren. Sehr zufrieden waren auch die Vertreter des Fördervereins für die Balkantrasse. Für den Ausbau eines Fuß-und Radwegs von Opladen nach Burscheid, auf der ehemaligen Bahnstrecke des „Balkanexpress“, benötigt der Verein weiterhin Geld.

Also bauten die engagierten Bürger einen Stand im Park auf und informierten an jedem Volksfest-Tag über das Projekt. „Schon am Donnerstag konnten wir über 700 Euro an Spenden sammeln“, freute sich Kai Wagner, „das Thema interessiert nicht nur Leverkusener, sondern auch begeisterte Radfahrer aus Köln und anderen Städten.“ Spontan erklärten sich einige Leute dazu bereit, dem Förderverein beizutreten. Wagner hoffte, die Zahl von 1800 Mitgliedern erreichen. Mit ihrer Mischung aus Balladen, polkalastigen Stücken und Rock verzauberten Brings ihre Fans. Viele Familien mit Kindern waren in den Park gekommen, Mädchen und Jungen saßen auf den Schultern ihrer Väter und sangen bei Hits wie „Stell die Stadt op d“r Kopp“ oder „Man müsste noch mal 20 sein“ mit.

Zum größten Chor Schlebuschs wurde die Masse, als Peter Brings „Halleluja“ anstimmte: „Es hat die letzten zwei Stunden nicht geregnet. Lasst uns dafür ein Halleluja gen Himmel schicken und Danke sagen!“
Eine halbe Stunde später kam dann noch etwas vom Himmel – allerdings kein Regen. Tausende Silberschnipsel flatterten von der Bühne aus hinab aufs Volk und sorgten für ein prächtiges Abschlussbild.
Am Sonntag machten sich die fleißigen Helfer von Werner Nolden daran, die Schnipsel vom Rasen zu sammeln. Um 16.30 Uhr stand dann das letzte Konzert auf dem Programm: 1000 Zuschauer feierten mit der Coverband „Still Collins“.

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