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Spende: Ultraschallgerät für Kinderklinik

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Dr. Wilmes zeigte den Vertreterinnen des Vereins das neue Gerät bei der Untersuchung von Irfan. Foto: Ralf Krieger
Die Kinderklinik in Schlebusch hat ein neues Ultraschallgerät, mit dem Patienten besser untersucht werden können. Dank einer Spende des Vereins „Leverkusen hilft krebskranken Kindern“ konnte das Gerät gekauft werden.  Von
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Schlebusch

110 000 Euro hat der Verein „Leverkusen hilft krebskranken Kindern“ dem Klinikum Leverkusen gespendet. Angeschafft wurde von dem Geld ein neues Ultraschallgerät für die Kinderklinik. Oberarzt Dr. Christoph Wilmes ist von der Errungenschaft begeistert: „Es ist wie mit einem neuen Fernseher. Das Bild ist schärfer, die Auflösung besser, die Auswahl an Zusatzfunktionen größer.“ 3000 bis 4000 Mal pro Jahr werden Patienten in der Klinik für Kinder und Jugendliche per Ultraschall untersucht. Das bisherige Gerät, ebenfalls mit Hilfe des Vereins finanziert, war bereits zehn Jahre alt und hatte technisch gesehen schon das Rentenalter erreicht.

Auch wenn in Leverkusen keine Krebserkrankungen bei Kindern behandelt werden – Spezialisten gibt es unter anderem an den Unikliniken in Köln und Düsseldorf – ist das Klinikum der Ort, wo die Diagnose gestellt werden kann. „Ein gutes Ultraschallgerät ist wichtig, um vor allem bei unspezifischen Symptomen schnell zu klären, ob eine Tumorerkrankung vorliegt“, betonte der leitende Oberarzt Dr. Armin Stach. Häufig kommen Kinder mit Schwellungen und Schmerzen im Bauch, Fieber oder Gewichtsverlust zur Untersuchung nach Schlebusch. Dank einer guten technischen Ausstattung könnte eine Diagnose schnell gestellt werden, so Stach: „Den Familien werden Zweit- und Drittuntersuchungen erspart, sie müssen nicht von Pontius zu Pilatus laufen.“

Sieben Schallköpfe

Neben der Technik spielt die Schulung der Ärzte eine wichtige Rolle. Der Umgang mit dem neuen Ultraschallgerät muss erlernt werden. Normalerweise zahlen die Assistenzärzte solche Schulungen aus eigener Tasche. Die Kosten für die 14 Assistenzärzte an der Kinderklinik werden nun ebenfalls mit der Spende von „Leverkusen hilft krebskranken Kindern“ finanziert. Genutzt wird das neue Gerät aber nicht nur, um nach Tumoren zu suchen. Zum Beispiel werden auch Herz und Schilddrüsekontrolliert und zwar bei Patienten von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr.

Um sowohl Säuglinge als auch Jugendliche untersuchen zu können, ist der Apparat vom Hersteller Toshiba mit sieben Schallköpfen ausgestattet. „Wir können jetzt auch stark übergewichtige Kinder besser untersuchen. Das alte Gerät kam da an seine Grenzen und die Bilder wurden schwammig“, so Dr. Stach. Bevor der Kauf getätigt wurde, testeten er und seine Kollegen in Schlebusch drei Geräte verschiedener Hersteller. Die teure Anschaffung wäre ohne den Verein „Leverkusen hilft krebskranken Kindern“ jedenfalls nicht möglich gewesen. Toshiba-Vertreter Gerald Schäfer betonte im Pressegespräch, dass nicht nur das Leverkusener Klinikum auf Spenden angewiesen sei: „Auch in vielen Unikliniken geht es ohne Fördervereine nicht mehr.“

Allerdings habe die Spendenbereitschaft in den vergangenen Jahren abgenommen, erzählten Vereinsvorsitzende Eike Meyer und Geschäftsführerin Irmgard von Styp-Rekowski. Glücklicherweise feierte der Verein im vergangen Jahr sein 25-jähriges Bestehen, so dass Spenden zum Jubiläum die Kasse füllten. Das Geld wird nicht nur in medizinische Geräte investiert, sondern auch in die Unterstützung von Familien, in denen Kinder an Krebs erkrankt sind. „Im Moment betreuen wir elf Familien“, berichtete Eike Meyer, die sich zugleich bei allen Spendern bedankte.

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