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Sternen- und Löwenzahnschule: Fusion abgesegnet

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Die Sternenschule in Rheindorf.  Foto: Ralf Krieger
Der Protest der Eltern gegen die Fusion von Sternen- und Löwenzahnschule an der Netzestraße und die Einrichtung einer achtgruppigen Kindertagesstätte an der Masurenstraße hat die Politik nicht beeindruckt - der Stadtrat stimmte für die Zusammenlegung.
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Rheindorf

Dass sich amtlich bestätigte 1371 Bürger aus Rheindorf mit ihrer Unterschrift gegen die Fusion von Sternen- und Löwenzahnschule an der Netzestraße und die Einrichtung einer achtgruppigen Kindertagesstätte an der Masurenstraße ausgesprochen haben, hat den Stadtrat nur mäßig beeindruckt. Nach ausführlichen Vorberatungen in den Ausschüssen gab der Rat am Montagabend den Fusionsplänen seinen Segen – mit eindeutigen 55 Ja- gegen sechs Nein-Stimmen.


Besonders entschieden „Nein“ sagte dazu CDU-Ratsherr Andreas Eckloff. Er hielt es für skandalös, wie mit dem Widerspruch der Bürgerinitiative umgegangen werde, aber auch mit der einhelligen Ablehnung der Betroffenen. Die Voten der Schulkonferenzen sowie der Kita-Eltern und der evangelischen Gemeinde würden schlicht übergangen. Eine Schulschließung sei ein Anachronismus, wenn im NRW-Schulfrieden zugleich das hohe Lied kleiner Lerneinheiten angestimmt werde.
Fundamentales Desinteresse


Erhard Schoofs (Bürgerliste) räumte ein, dass kleinere Schulen sicher zu bevorzugen seien, in diesem Fall aber angesichts der stark rückläufigen Schülerzahlen und der enormen Sanierungskosten der richtige Weg gewählt worden sei. Seine Bürgerliste habe ein fundamentales Desinteresse der Bevölkerung am Thema festgestellt. Zu den Informationsveranstaltungen der Stadt wie auch seines Vereins seien nur eine Handvoll Besucher gekommen. „Da haben Leute dann unterschrieben, ohne zu wissen was sie tun.“


Dazu entgegnete anderntags der Initiator der Unterschriftensammlung, Dirk Stolpmann, im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“, dass die Infoabende nicht genügend beworben seien. „Hier leben viele Familien mit Migrationshintergrund, die keine Tageszeitung lesen. Und ein Termin einen Tag vor Beginn der Sommerferien? Das ist ja wohl klar gewesen, was da los sein würde.“ Die Politik habe alles andere getan, als das Gespräch mit den Bürgern zu suchen.

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