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Tempelhofer Straße: Angst vor einem Monsterbau

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Das Seniorenzentrum an der Tempelhofer Straße. Foto: Britta Berg
Seit die Pläne des Awo-Seniorenzentrums bekannt sind, auf dem verbliebenen Grünstreifen an der Temeplhofer Straße einen Gebäudekomplex zu bauen, ist die Skepsis groß. Nun trafen sich die Beteiligten zur Diskussion.  Von
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Voll war der Saal des Awo-Seniorenzentrums an der Tempelhofer Straße. Seit die Pläne des Geschäftsführers Manfred Hans bekannt sind, auf dem verbliebenen Grünstreifen einen Gebäudekomplex mit 16 seniorengerechten Wohnungen zu bauen, ist die Skepsis groß. Der Entwurf für einen Sammelwiderspruch wurde bereits verteilt. Der Blick aus dem Saal wäre verstellt. Die Mitglieder des Heimbeirats haben daher eine eigene Variante erarbeitet: Auf den Saal wollen sie aufsatteln.
Die verschiedenen Pläne werden von Mittwoch, 5. Juni, bis Montag, 8. Juli, öffentlich im Elberfelder Haus in Wiesdorf ausgelegt. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und Stadtplanerin Lena Zlonicky kamen vorab zur Diskussion in das Altenzentrum.

Entscheiden wird der Rat. Doch ihre Einwendungen können die Bürger während der Offenlegung nun bei der Stadtplanung einreichen. Auch die Nachbarn meldeten sich zu Wort. Der Verkehr in der Tempelhofer Straße sei bereits jetzt ein Problem. „Vor allem im Einmündungsbereich der Straße herrscht Chaos. Immer wieder wird verkehrswidrig geparkt. Auch Sie parken gerade falsch, Herr Buchhorn“, erklärte eine Anwohnerin. Buchhorn erwiderte, dass sich sein Fahrer dorthin gestellt habe.
Ein Nachbar, der Ende der 60er Jahre in der Tempelhofer Straße baute, erinnerte, dass die Abstandsflächen im bestehenden Bebauungsplan und Beschränkungen bei den Geschosshöhen zu Recht vorgesehen seien, eine Änderung des B-Plans wäre für die Straße schlecht. „Das wäre ja ein Monsterbau“, warnte er angesichts der von der Awo-Geschäftsführung favorisierten Planung. Statisch machbar wäre nach Einschätzung der Fachleute auch die von Walter Peters aus dem Heimbeirat vorgeschlagene Variante.

Architekt Bernd Wirtz warf ein, dass der Saal wahrscheinlich abgerissen werden müsse. Die Kosten würden voraussichtlich doppelt so hoch liegen wie bei einem Neubau auf der Wiese. Und letztlich würde sich der seniorengerechte Wohnungsbau dann nicht mehr rechnen. „Das ist Mietwohnungsbau kein Klinikbau.“ Das mit den Kosten sah Wilfried Lahne, ehemaliger Geschäftsführer der Awo und Vorsitzender des Heimbeirats, anders. Der Saalneubau, auf den ein Bau mit Seniorenwohnungen aufgesattelt werden könne, ließe sich über den Pflegesatz der Heimbewohner finanzieren. Der Heimbeirat will zudem, dass die Bewohner der künftigen Seniorenwohnungen bei Pflegebedürftigkeit in ihren eigenen vier Wänden bleiben und am Pflegeservice des Altenheims teilhaben können – der ist im Paket für die Seniorenwohnungen bislang nicht drin.

Er habe grundsätzlich nichts dagegen, wenn die Baumaßnahme am Ende schöner ausfiele, sagte Architekt Wirtz zu den Varianten. Und Buchhorn schlug vor zu vermitteln. „Herr Hans, wir zwei führen erst einmal ein Gespräch“, sagte er in Richtung des amtieren Geschäftsführers. „Und danach reden wir drei“, sagte er in Richtung des ehemaligen Geschäftsführers Wilfried Lahne.

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