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Verbraucherzentrale: Hilfe im Telefon-Labyrinth

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Die Verbraucherzentrale informiert über Fallen bei Telefonverträgen. Foto: dpa
Mehr als 70 Prozent der Fälle, mit denen sich die Verbraucherzentrale Leverkusen beschäftigt, hängen mit Telefonverträgen zusammen. Tipps bietet nun die Ausstellung „Im Labyrinth der Telefonanbieter".  Von
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Leverkusen

Einige große Papptafeln in Form von Mobiltelefonen stehen seit Freitag im Eingangsbereich der Verbraucherzentrale Leverkusen und liefern Tipps und Tricks zum richtigen Umgang mit Telefonanbietern. Anlässlich des Weltverbrauchertags, jedes Jahr am 15. März, wurde die Ausstellung „Im Labyrinth der Telefonanbieter“ eröffnet.


„Für unsere Aktion zum Weltverbrauchertag haben wir ein Thema gesucht, das den Leuten unter den Nägeln brennt“, erzählt Sylvia Zimmermann, die Leiterin der Beratungsstelle Leverkusen. Abzocke durch Telefonanbieter ist zweifellos ein solches Thema: Mehr als 70 Prozent der Fälle, denen sich die Verbraucherschützer annehmen, hängen mit Telefonverträgen zusammen - das sind allein in Leverkusen mehr als 50 Fälle pro Monat.


Einer dieser Fälle ist der von Dorota Wernio. Sie kündigte telefonisch ihren Handykartenvertrag bei Netcologne. Doch statt einer Kündigungsbestätigung erhielt sie einige Tage später ein Schreiben, in dem ihr lediglich eine Vertragsumstellung bestätigt wurde. Die Unterschrift unter dem neuen Vertrag war gefälscht, genauso die Einzugsermächtigung. „Vier Monate lang habe ich immer wieder Briefe an Netcologne geschrieben. Ich wollte keinen neuen Vertrag, sondern gar keinen. Das wollten die Mitarbeiter aber nicht verstehen.“

Irgendwann war die Quettingerin es leid und wandte sich an die Verbraucherzentrale. „Ich kämpfe jetzt. Zur Not geht es vor Gericht“, kündigt sie an. Das sei richtig, findet Christian Fuchs von der Verbraucherberatung. „Was mit Frau Wernio gemacht wurde, ist kriminell. Problematisch ist, dass die Mitarbeiter von den Unternehmen Provisionen für abgeschlossene Verträge bekommen. Das stiftet sie dazu an, Verträge und Einzugsermächtigungen zu fälschen.“


Grundsätzlich empfehlen die Verbraucherschützer jeden Vertrag gründlich zu lesen, auch das Kleingedruckte und die AGBs. Oft würden sich hier wichtige Informationen und Einschränkungen verstecken. Außerdem weis Fuchs, dass Kunden, die gekündigt haben, immer vom Anbieter kontaktiert werden und versucht wird, sie zu einem neuen Vertrag oder einer Stornierung der Kündigung zu überreden. „Wer wirklich kündigen möchte, sollte sich dann erst gar nicht auf ein Gespräch einlassen“, empfiehlt Fuchs. Ist es für diese Ratschläge zu spät, sollten die Betrogenen schnell Kontakt zur Verbraucherzentrale aufnehmen, „je früher, desto besser“.


Die Ausstellung kann noch bis Ostern zu den gewöhnlichen Öffnungszeiten der Verbraucherzentrale Leverkusen, Dönhoffstraße 27, besucht werden. Bei Bedarf stehen Mitarbeiter für weitergehende Informationen zur Verfügung.

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