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Verkehr: Weiter ohne Tempolimit auf der A 1

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Foto: dpa-tmn
Auf der Autobahn 1 zwischen Leverkusen und Burscheid wird es kein Tempolimit geben. Die Unfallkommission habe sich gar nicht erst mit einem Tempolimit beschäftigt, da nach offizieller Lesart dort kein Unfallschwerpunkt vorliege.  Von
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Leverkusen

Die Forderung aus der Politik nach einem Tempolimit ist bekannt. Nach mehreren schweren Unfällen im vergangenen Winter hatte ein Sprecher der Bezirksregierung angekündigt, dass sich die Unfallkommission der Behörde mit dieser Frage auf der Autobahn 1 zwischen Burscheid und dem Leverkusener Kreuz befassen würde. Daraus ist nichts geworden, teilte der Sprecher jetzt mit. Die Unfallkommission habe sich gar nicht erst mit der Frage beschäftigt, da nach offizieller Lesart dort kein Unfallschwerpunkt vorliege. Um eine Unfallhäufung festzustellen habe die Polizei ein stark schematisiertes Verfahren, sagte der Sprecher.

Kein Tempolimit trotz Unfällen?

Die Autobahnen seien in 1000 Meter lange Abschnitte eingeteilt. Eine Unfallhäufung liege erst dann vor, wenn auf einem solchen Autobahnkilometer innerhalb eines Jahres mindestens sechs schwere Unfälle geschehen. Das können Unglücke mit schwerem Sachschaden, mit verletzten Personen, natürlich auch mit Toten sein. Entscheidend sei rein die Anzahl der Verkehrsunfälle, nicht die Zahl der Verletzten oder Toten. Keiner der Autobahnkilometer auf der Gefällestrecke erfülle demnach die Kriterien für eine Unfallhäufungsstelle. Alleine am Kilometer 401 – dort im Bürgerbusch beginnt die Abbiegespur im Autobahnkreuz in Richtung Autobahn 3 – sei eine Unfallhäufung. An dieser Stelle fahren oft Autos ins Ende eines Staus.
Anlass für die erneuten Forderungen nach einem Tempolimit waren die schweren Unfälle auf der Gefällestrecke, die sich im vergangenen Winter ereignet hatten.

Heiligabend 2012 starb ein 26-jähriger Renault-Fahrer, der mit hoher Geschwindigkeit in die Böschung gefahren war. Bei einem Unfall am 22. Februar, an dem der FDP-Europapolitiker Alvaro beteiligt war, kam ein 21-jähriger Mann aus Münster zu Tode. Gegen Alvaro laufen Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Geklärt wird dabei auch, ob der Unfall durch eine langsamere Fahrweise hätte verhindert werden können.

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