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Vivawest: Mieter und Vermieter verzweifeln

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Abfallsäcke mit Essensresten, Kleidungsstücken und Sperrmüll landen immer wieder auf der Wiese an der Maria-Terwiel-Straße.  Foto: Britta Berg
An der Maria-Terwiel-Straße entsorgen manche Nachbarn ihren Abfall ungehemmt auf der Wiese. Gerümpel und Essensreste türmen sich dort haufenweise. Mieter und Vermieter Vivawest sind verzweifelt.  Von
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Alkenrath

Seit über 40 Jahren wohnt Manfred Groß an der Maria-Terwiel-Straße in Alkenrath. Seit einiger Zeit denkt der 74-Jährige aber immer öfter über einen Umzug nach, „denn das mit dem Müll wird von Jahr zu Jahr schlimmer“. Was Groß meint, ist auf der Wiese vor dem Häuserblock mit den Nummern 15, 17 und 19 nicht zu übersehen: Haufenweise blaue und gelbe Säcke mit völlig unsortiertem Inhalt, darunter Essensreste, Kleidungsstücke und Sperrmüll. „Seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag liegt dieser Unrat dort, den keine Müllabfuhr mitnimmt“, sagt Groß, „und so etwas kommt andauernd vor.“

Rat- und hilflos

Bis vor kurzem habe das Gerümpel über die ganze Wiese verstreut herumgelegen, bis sich Hausmeisterin Georgine Esser erbarmte und den Müll wenigstens auf einen Haufen schichtete. Ansonsten ist sie aber genauso rat- und hilflos wie Manfred Groß und ihr Nachbar Paul Blume, der schon seit der Fertigstellung der Siedlung, also seit 50 Jahren, an der Maria-Terwiel-Straße lebt.

Sie alle haben bereits mehrfach den Vermieter, die Vivawest Wohnen GmbH, informiert und auch die Verursacher selbst auf ihr Fehlverhalten hingewiesen – höflich und respektvoll, wie sie betonen – und dafür nur Beschimpfungen, mitunter sogar Bedrohungen geerntet. Inzwischen sind sie mit ihrem Latein am Ende.

Auch die Vivawest ist „nahe an der Verzweiflung“, wie Hans-Jörg Heims, der Leiter der Unternehmenskommunikation, dem „Leverkusener Anzeiger“ am Freitag auf Anfrage freimütig berichtete. Den Hinweis auf die neuerlichen Müllhaufen nahm er zum Anlass, sofort das Leverkusener Kundencenter zu alarmieren, das den Unrat noch am selben Tag beseitigen lassen wollte. Um zu verhindern, dass sich solche Vorfälle wiederholen, räumte Heims ein, sei allerdings Geduld gefordert. Die Vivawest habe neben der mehrsprachigen Mieterfibel auch schon mit Schreiben und der persönlichen Ansprache der Betroffenen versucht, ihnen das System der Mülltrennung und -entsorgung nahe zu bringen – bisher allerdings mit überschaubarem Erfolg. Dennoch werde man diese Bemühungen nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“ fortsetzen. Eine Besserung hält Heims immerhin mit der Umstellung von Gelben Säcken, die immer wieder Probleme machten, auf Tonnen für möglich. Darüber führe die Vivawest mit der Stadt derzeit Gespräche. Selbst wenn dann immer noch nicht alles ordnungsgemäß getrennt werde, lande der Abfall wenigstens in einem festen Behälter und nicht auf der Wiese. Auch das leidige Problem mit dem undichten Abwasserkanal, der Ratten anzieht, soll bald gelöst werden.

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