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Wasserturm: Leverkusen aus der Vogelperspektive

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Die Besucher genossen den Blick vom Wasserturm. Foto: Ralf Krieger
Es hätte kaum einen besseren Tag geben können, um den Wasserturm wieder freizugeben. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit und ließen sich am Sonntag mit dem Aufzug auf die 65 Meter hohe Aussichtsplattform des Turms fahren.  Von
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Leverkusen

Die lange Schlange vor den Türen des Leverkusener Wasserturms lässt es schon vermuten: Hier gibt es irgendwas zu sehen. Wer den Aufzug nimmt und auf die 65 Meter hohe Aussichtsplattform im Turm fährt, auf den wartet ein Ausblick über ganz Leverkusen. Und das bei Sonnenschein und besten Sichtverhältnissen – zumindest am gestrigen Sonntag. Es hätte kaum einen besseren Tag geben können, um den Wasserturm wieder für die Allgemeinheit freizugeben. „Lange konnte man nur mit vorheriger Anmeldung als Gruppe auf den Turm“, erläutert Regina Steuernagel, Pressesprecherin der Energieversorgung Leverkusen (EVL). „Da die Flüssiggasanlage außer Betrieb genommen wurde, kann wieder jeder einen guten Ausblick über Leverkusen gewinnen.“

An jedem ersten und dritten Sonntag eines Monats kann man nun auf den Turm. Für die EVL ist das ein Grund zum Feiern. Daher warten am Eröffnungstag zu Füßen des Wasserturms weitere Aktivitäten auf die Besucher. Und auch wenn diese, wie zum Beispiel die geführten Pedelec-Touren, von den Besuchern als ganz nett empfunden und auch genutzt werden, ist es doch offensichtlich, weswegen die meisten da sind. Wegen der fantastischen Aussicht, für die es sich auch schon mal lohnt, seine Ängste zu überwinden: „Hier oben kriege ich schon ein mulmiges Gefühl“, gibt der 24-jährige Fabian Quentmeier in 65 Meter Höhe zu. „Trotzdem würde ich immer wieder hoch fahren.“

„Ich sehe nur Grün von oben“

Auch die anderen Besucher sind begeistert. Harald Zander war vor einigen Jahren schon einmal auf dem Wasserturm. Ihm fällt zuerst auf, dass im Stadtbild etwas fehlt: „Leverkusen ist um einen Schandfleck ärmer“, sagte er mit einem breiten Grinsen: „Das Bayer Hochhaus ist weg.“ Zu der Ästhetik des ehemaligen Hochhauses kann man stehen wie man will, fest steht, dass der Wassertrum seit dem Wegfall das höchste Gebäude in ganz Leverkusen ist. Und noch etwas anderes überrascht Zander positiv: „Wo ist die Umweltverschmutzung, von der immer alle reden? Ich sehe hier nur Grün von oben.“ „So hässlich ist Leverkusen gar nicht“, sagt Ursula Heinz. Ihre Begleitung Stephanie Wagner ergänzt: „Man erwartet so etwas gar nicht von einer Stadt, die sich selbst als Chemiestadt bezeichnet.“ Nur ein wenig mehr Informationen hätte sich die 36-Jährige gewünscht.

Die Infotafeln, die über den Wasserturm, die Wasserver-sorgung in Leverkusen und deren Geschichte aufklären, sind ihr ein bisschen zu wenig. „Das heißt doch Wasserturm. Wo ist denn das ganze Wasser?“ Die Antwort: Wenn man oben auf der Aussichtsplattform ist, dann steht man darauf. Unter den Füßen der Besucher befinden sich die großen Wassertanks, mit denen Teile Leverkusens versorgt werden. Ist man wieder unten auf dem Boden angekommen, bemerkt man schnell, dass die Schlange vor dem Aufzug immer länger wird. Alle wollen Leverkusen aus der Vogelperspektive sehen.

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