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Ungewöhnlich Wohnen: Viele Mitbewohner, wenig Platz

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Sie sind ein Teil der Riesen-WG: Einen gemeinsamen Fototermin für alle 16 Mitbewohner zu finden, ist nicht gelungen.  Foto: Hans-Jürgen Bauer
Mit 16 Menschen in einer WG – Alltag für Anna, Pascâl, Marcel und Co. Sie teilen sich Herd, Kühlschrank und fünf Bäder. Damit das klappt, gibt es eine klare Ordnung samt Putzplan.  Von
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Es ist ein ganz normales Mehrfamilienhaus. Doch am Klingelschild stehen keine Namen; dort ist einfach nur „WG“ zu lesen. Beim Blick auf den Briefkasten wird klar wieso: 16 Namen für 16 WG-Bewohner. Vor der Wohnungstür türmt sich ein Schuhberg. Sneakers, Boots, Highheels. Nach dem Klingeln geht die Tür gleich auf – ein Vorteil von so vielen Bewohnern, es ist immer schnell jemand an der Tür.

Anna Sümenicht öffnet, die gerade mit einer Kommilitonin Mathe büffelt. Die 20-Jährige wohnt seit der Gründung der WG im Oktober 2012 in einem der 16 Zimmer. „Probleme gibt es eigentlich kaum. Zwar kannte sich niemand vorher, aber es gibt mittlerweile Cliquen, die privat viel unternehmen“, sagt die Biologiestudentin. „Wir hängen nicht ständig miteinander ab, aber ich zocke beispielsweise viel mit zwei der anderen Jungs,“ fügt Pascâl Westers hinzu. Das Geschlechterverhältnis ist gut gemischt: Sieben Männer, neun Frauen.

Kühlschrankfächer mit Namenszetteln

Ein Manko des WG-Hauses ist der fehlende Gemeinschaftsraum. Die Küche, die vom Flur abgeht, ist überraschend klein. Lediglich zwei Kühlschränke und Herde verraten, dass hier viele Menschen leben. Jeder Bewohner hat ein halbes Fach im Kühlschrank, Klebezettel mit Namen weisen das jeweilige zu. An der Kühlschranktür hängt ein Putzplan. Bei so vielen Mitbewohnern hat man eine lange Pause bis zum nächsten Putzdienst. „Ich weiß nicht, wer den erstellt hat, aber er ist wichtig“, sagt Anna. „Sauberkeit ist bei uns der einzige mögliche Streitpunkt.“

Die fünf Bäder sollen sauber sein, auch die Küche sollte nicht im Chaos versinken – da sind sich alle Bewohner einig. „Man muss schon entspannt sein, wenn man hier harmonisch wohnen will“, sagt Marcel Sauer. Er studiert Kommunikationsdesign im zweiten Semester. „Ich finde es nicht besonders schmutzig. Aber hier leben nun mal 16 Individuen, da hat jeder eine andere Einstellung zu Sauberkeit und Ordnung.“

Bewusst für große WG entschieden

Der aus Düren stammende Student hat sich bewusst für eine große Wohngemeinschaft entschieden: „So lernt man viele Leute kennen, hat einen Austausch und es ist immer was los. Und wenn ich meine Ruhe brauche, ziehe ich mich in meine vier Wände zurück.“ Die Zimmer in der WG sind unterschiedliche groß, von acht bis 20 Quadratmeter. Im kleinsten wohnt Pascâl. „Das ist schon okay so. Ich habe ein Bett, einen Schreibtisch und einen Schrank, viel mehr brauche ich nicht“, sagt der Wirtschaftschemie-Student. Zum Schlafen reiche es allemal. Anna zieht sich öfter mal zurück. „Ich bin gern in meinem Zimmer“, sagt sie. „Wenn ich dann doch mal unter Leute will, mache ich einfach meine Tür auf.“

Ungewöhnlich Wohnen

Wohnt ihr auch ungewöhnlich? Vielleicht auf einem Bauwagenplatz, Schiff, Bauernhof oder Hostel? Wohnt ihr mit vielen Mitbewohnern zusammen, mit vielen Haustieren oder ist der Altersunterschied in eurer WG besonders groß?

Wir suchen für KSTA Campus Studenten, die ungewöhnlich wohnen und uns einen Einblick in ihr Zuhause geben wollen. Meldet euch unter: campus@ksta.de

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