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Spielkonsole: Sony stellt Playstation 4 vor

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Chefentwickler Mark Cerny mit dem Controller der PlayStation 4. Foto: rtr
Spielen auf Smartphones und Tablet-Computern ist in Mode. Mitten in dieser Euphorie stellt Sony seine Playstation 4 vor. Es ist eine klassische Spielekonsole, aber mit Anbindung ans mobile Zeitalter. Doch die Fans müssen sich noch gedulden.  Von
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New York

Die Playstation 4 (PS4), die erste Spielkonsole der nächsten Hardware-Generation, erscheint noch im Herbst 2013. Eine aufwendig inszenierte Präsentation durch den Hersteller Sony Computer Entertainment fand gegen Mitternacht deutscher Ortszeit im alten Opernhaus in New York statt.

Angetrieben wird die PS4 von einem Prozessor mit x86-Architektur des Herstellers AMD, der acht Kerne besitzt. Zusammen mit dem hochwertigen Grafikchip und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher soll das Modell höchsten Ansprüchen genügen und noch nie da gewesene Grafikpracht auf die Bildschirme zaubern.

Was das konkret bedeutet, zeigen Firmenchef Andrew House und Chefentwickler Mark Cerny zusammen mit zahlreichen Entwicklern, die Technikdemos und Auszüge aus in der Entwicklung befindlichen Spielen präsentieren. Titel wie "Killzone - Shadow Fall" oder Capcoms "Deep Down", das den Kampf eines Ritters mit einem Drachen zeigt, bestechen durch ihren Detailreichtum, Partikeleffekte und ihrer realitätsgetreuen Berechnung von Schatten und Spiegelungen.

David Cage, Chef des französischen Entwicklerstudios Quantic Dreams ("Heavy Rain"), demonstrierte, wie es mithilfe der Technik erstmals möglich sein wird, subtile Emotionen - er nennt es die "Seele" eines Menschen - darzustellen.  

Eigentliches Design noch unklar

Was das eigentliche Design der neuen Konsole angeht, hielt sich Sony gegenüber den Journalisten vor Ort und den Millionen Fans, die die Show per Live-Stream im Internet verfolgten, noch bedeckt. Gezeigt und ausführlich besprochen wurde hingegen der neue Controller, mit dem die PS4 bedient werden soll.  Der Dual Shock 4-Controller ähnelt in Aussehen und Größe seinen Vorgängermodellen, wartet im Detail aber mit einigen interessanten Neuerungen auf.

PlayStation 4
Das Publikum in New York hatte mit Spannung auf die Vorstellung der PlayStation 4 gewartet.
Foto: rtr

Zusätzlich integriert wurden ein kleines Touchpad, ein Kopfhörereingang, ein Sensor, mit dem die Konsole die Bewegungen des Spielers aufzeichnen kann, und ein sogenannter "Share-Button", der mit dem linken Daumen erreicht werden kann.

Vor allem mit diesem Feature versucht Sony, den Zeitgeist der sozialen Medien aufzugreifen. Mit Druck auf die neue Taste lassen sich Bilder und Videos des Spielgeschehens in Echtzeit ins Internet streamen, während Freunde via Text-Chat das Gesehene kommentieren und mit Tipps aushelfen dürfen. Die Kommentare erscheinen dann direkt beim Spieler auf dem Bildschirm.

So genanntes Cloud-Computing und das Streamen, also das Verwenden von Daten, die sich nicht auf der eigenen Konsole befinden, wird insgesamt eine wichtige Rolle im Geschäftsmodell der neuen Playstation einnehmen. Sonys neuer Streaming-Dienst Gaikai erlaubt den Spielern zum Beispiel, ein Spiel direkt nach dem Kauf zu spielen, ohne das es zuvor erst noch herunterladen werden muss. Dies soll auch für Probierversionen von Spielen gelten.

Nicht kompatibel mit Vorgängermodellen

Weniger freuen dürfte Besitzer des Vorgängermodells allerdings, dass die neue Konsole nicht abwärts kompatibel sein wird. Bereits gekaufte PS3-Titel werden nicht unterstützt.

Ein genaues Startdatum zur Einführung der Playstation 4, ebenso der angestrebte Verkaufspreis wurde seitens Sony während der Pressekonferenz noch nicht benannt. Vermutlich zu Weihnachten soll die PS4 zu kaufen sein.

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Dem Konkurrenten zuvorgekommen

Mit der Präsentation der PS4 ist Sony seinem Konkurrenten Microsoft zuvorgekommen. In der Branche wird damit gerechnet, dass auch Microsofts Xbox 360 in diesem Jahr durch ein neues Modell abgelöst wird. Die neue Konsolengeneration wurde von vielen Spielern bereits sehnlichst erwartet, da die alten Modelle an ihre Leistungsgrenzen gekommen sind und der allgemeine Fortschritt dadurch zuletzt stagnierte. Die Playstation erschien immerhin bereits im November 2006, die Xbox 360 sogar ein Jahr früher.

Sony konnte bis Ende 2012 weltweit 70 Millionen Exemplare seiner Playstation 3 verkaufen, ähnliche Zahlen gibt Microsoft auch für seine Xbox 360 aus.

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