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Abwassergebühren: Kommunalaufsicht soll prüfen

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Drei Millionen Euro investierte der Abwasserbetrieb in das neue Regenrückhaltebecken an der Kölner Straße. Einen Zusammenhang mit den jetzt anstehenden Gebührenerhöhungen gebe es aber nicht.  Foto: Andreas Helfer
Leo Müller von der UWG Regenbogen will eine Steigerung der Abwassergebühren nicht hinnehmen. Deswegen will er die Erhöhung durch die Kommunalaufsicht prüfen lassen. Der städtische Konzern „Troikomm" bestreitet Müllers Vorwürfe.  Von
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Leo Müller von der UWG Regenbogen will eine anstehende Erhöhung der Abwassergebühren von der Kommunalaufsicht prüfen lassen. Müller meint, dass so die Nebenkosten „unverhältnismäßig“ steigen. Drei Millionen Euro Gebühren würden zusätzlich eingenommen. Auf einen Durchschnittshaushalt komme eine Erhöhung von 100 Euro jährlich zu.

Peter Blatzheim, dem Chef des städtischen Konzerns Troikomm zufolge ist Müllers Kalkulation falsch. Tatsächlich gehe es nur um eine Erhöhung von 1,04 Euro, mithin 12,50 Euro pro Jahr. Die Begründung ist laut Müller eine „Überprüfung der Kostenverteilung von Schmutz- und Niederschlagswasser“ – und den Schlüssel, nach dem dies geschieht, will Müller prüfen lassen.

Er kritisiert zudem, dass der städtische Abwasserbetrieb „Hals über Kopf die private Abwasserentsorgung des ehemaligen Dynamit-Nobel-Gebiets über Rhein- und Siegkanal in die öffentliche Versorgung übernommen habe. Ohne Refinanzierung durch die betroffenen Betriebe seien Millionen Euro investiert worden.

Volker Janßen, Leiter des Abwasserbetriebs, lässt das nicht gelten. Zwar sei das DN-Gelände 2010 Teil der öffentlichen Abwasserentsorgung geworden. „Mit der Veränderung der Gebührensatzung hat das aber nichts zu tun“, so Janßen auf Anfrage.
In den vergangenen Monaten hatte der Betrieb teure Neuerungen vorgestellt: Ein Regenrückhaltebecken an der Siebengebirgsallee, in das zwei Millionen Euro investiert werden, und ein noch weit größeres Reservoir an der Kölner Straße, das drei Millionen Euro kostet. Seine Abdeckung soll später als Veranstaltungsplatz neben der Stadthalle genutzt werden.

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