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Bafög-Empfänger müssen mit großem Aufwand rechnen: Am besten früh anfangen

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Bafög zu beantragen ist ein großer Aufwand - gerade für Hochschulneulinge. Um Fehler zu vermeiden ist unter anderem der persönliche Besuch des Studentenwerks sinnvoll. Weitere Tipps gibt es hier.

Um Bafög zu bekommen, müssen Studenten eine Menge Papierkram erledigen. Wer das zum ersten Mal tut, macht häufig Fehler. Hochschulneulinge gehen am besten persönlich beim Studentenwerk vorbei, damit das nicht passiert.
Beim Bafög-Antrag gibt es eine Reihe von Formalien zu beachten. Den Papierkram erledigen Studienanfänger außerdem besser nicht auf den letzten Drücker. Denn in den Bafög-Ämtern herrscht wegen der doppelten Abiturjahrgänge ohnehin Hochbetrieb. So stieg die Zahl der geförderten Studenten 2012 im Vergleich zum Vorjahr erneut um 1,7 Prozent auf 671 000, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Die wichtigsten Tipps gibt Karin Larres vom Amt für Ausbildungsförderung beim Studentenwerk München.
- Frühzeitig informieren: Für eine schnelle Bearbeitung der Anträge ist es wichtig, dass die Studenten mitarbeiten. Möglichst früh informieren, lautet der Tipp. Wer im Oktober anfangen will zu studieren, sollte sich schon im August mit den Details der Bafög-Förderung vertraut machen.
- Rechtzeitig beantragen: Wer ab dem ersten Monat seines Studiums gefördert werden möchte, muss den Antrag rechtzeitig stellen. Geld bekommen Studenten frühestens ab dem Monat, in dem sie den Antrag stellen. Wer also ab Oktober finanzielle Unterstützung haben will, muss spätestens in diesem Monat auch den Antrag stellen. Wird der Antrag erst später bewilligt, wird das Geld jedoch rückwirkend für Oktober ausgezahlt.
- Komplette Unterlagen: Vielfach landen in den Bafög-Ämtern unvollständige Unterlagen. Ist der Antrag nicht komplett, kann er nicht bearbeitet werden. Und so kommt es zu Verzögerungen.
- Persönlich zum Studentenwerk gehen: Wer das erste Mal den Antrag ausfüllt, schickt die Formulare am besten nicht per Post, sondern schaut persönlich beim Studentenwerk vorbei. Denn dann können die Papiere zusammen mit einem Berater durchgegangen werden. Dabei lässt sich sofort feststellen, an welchen Stellen unter Umständen Dokumente oder Angaben fehlen.
- Unzutreffendes Streichen: Wer diese Möglichkeit nicht hat, weil er etwa vom Studienort weit entfernt wohnt, muss beim Ausfüllen der Formulare vor allem eins beachten: Alles, was im Antragsformular auf einen nicht zutrifft, sollte man durchstreichen. Viele lassen laut Larres diese Stellen einfach offen. Für die Berater sei dann nicht klar, ob der Student lediglich vergessen habe, die Stelle auszufüllen oder ob dieser Punkt auf ihn nicht zutrifft.
Zuständig für die Bewilligung von Bafög für Hochschüler sind die Studentenwerke. Infos zu der Ausbildungsförderung finden Hochschulneulinge auf den Internetseiten der Studentenwerke. Für Fragen gibt es eine kostenlose Hotline des Bundesbildungsministeriums (0800/223 63 41). Maximal können Studenten derzeit bis zu 670 Euro vom Staat bekommen. Die Hälfte des Gelds bekommen sie als Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen.

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