Die Bezirksregierung Köln zieht Konsequenzen aus dem Gutachten, das die Ursachen für das Leck an der Kerosin-Leitung der Firma Shell geklärt hat. Die Aufsichtsbehörde fordert eine regelmäßige Lebensdauerabschätzung für alle neun unterirdischen Leitungen in der Nordtrasse des Werks. Außerdem verlangt sie die Installation eines neuen und modernen Systems für die Leckerkennung in den Leitungen. Die Kombination dieser zwei Maßnahmen schließe vergleichbare Schäden in Zukunft aus.
Pressesprecher Constantin von Hoensbroech (l.) und Projektleiter Uwe Duckwitz vor dem Sanierungsbrunnen der Shell-Rheinland-Raffinerie.
Foto: Katharina BlassNach intensiver Prüfung der Rohre müsse der Sachverständige zu dem Ergebnis kommen, dass für die Leitungen eine zehnjährige Lebensdauer attestiert werden kann. Die Prüfung ist alle fünf Jahre zu wiederholen. Diese Forderung hat die Bezirksregierung bereits durch zwei Ordnungsverfügungen festgelegt.
Das Gutachten stelle außerdem fest, dass von den eine Million Litern Kerosin rund zwei Drittel während der Förderpausen ausgetreten sind. Der Austritt wurde dadurch verursacht, dass die Tanks gegenüber der Rohrleitung nicht abgesperrt waren. Nun solle die Firma Shell Maßnahmen ergreifen, die verhindern, dass in Förderpausen eine größere Menge auslaufen kann, als in der Leitung selber vorhanden ist. Shell würde dies bereits organisatorisch umsetzen.



