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Wandern und gewinnen: Eine Tour der Gegensätze

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Bild 1. Foto: Birgit Lehmann
Die Buchstabensuche führt uns diesmal durch die Chemiestadt Wesseling mit Rheinblick und idyllischen Straßen. Dabei stoßen wir auf gewaltige Gegensätze zwischen den Industriebauten und dem grünen Rheinufer.  Von
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Wie vielseitig Wesseling ist, zeigt die Vorsitzende des Vereins für Orts- und Heimatkunde, Ilse Schellschmidt, auf unserer Wanderung. Sie führt uns am Rhein entlang, durch idyllische Straßen und lässt auch die industrielle Seite der Chemiestadt nicht aus. Dabei sammeln wir acht Buchstaben, die, richtig sortiert, ein Lösungswort mit neun Buchstaben ergeben.

Start und Endpunkt der Wanderung ist die neugestaltete Rheinuferpromenade, die wir über die Uferstraße erreichen. Wir gehen an der großen Freitreppe entlang und schauen uns erst in Ruhe den „Rheinsteg“ an, wie die neue Promenade von Wesseling heißt. Einige Meter vom Gebäude der ehemaligen Wasserschutzpolizei, wo auch Tische und Stühle zum Sitzen einladen (Bild 1) befindet sich der Anleger der Ausflugsschiffe der Köln-Düsseldorfer. Auf einem der Schilder steht „Wichtig“, dann beginnt ein Text: Vom ersten Wort des Textes brauchen wir den zweiten Buchstaben für unser gesuchtes Wort.

Bild 2.
Bild 2.
Foto: Birgit Lehmann

Wir wenden uns nach links und gehen jetzt den asphaltierten Weg am Rheinufer entlang. Dabei haben wir die Chemieunternehmen und das Rheinforum vor Augen. Wir laufen auf den roten Kran zu. Kurz vor dem Rheinforum führt eine Treppe nach oben (Bild 2). An deren Fuß befindet sich links ein Schild mit einem Hinweis für Hundebesitzer. Vom letzten Wort dieses Hinweises schreiben wir den vierten Buchstaben auf.

Bild 3.
Bild 3.
Foto: Birgit Lehmann

Wir wandern weiter am Rhein entlang, bis wir an die dritte Treppe gelangen. Sie hat ein eckiges Geländer. Diese Treppe steigen wir hinauf. Oben angelangt stehen wir vor dem Haus mit der Nummer 14a. Die Straße heißt Auf dem Rheinberg, es ist an diesem Teil der Straße aber kein Straßenschild zu sehen. Wir gehen die Straße geradeaus hinunter und gelangen auf die Nordstraße. Dort wenden wir uns nach rechts und laufen die Nordstraße immer weiter geradeaus durch das idyllische ehemalige Judenviertel. Auf der rechten Seite gehen immer wieder schmale Gassen zum Rhein hinunter. Wir wandern die Nordstraße bis zu deren Ende. Am vorletzten Haus auf der rechten Seite – es ist weiß gestrichen und trägt die Hausnummer 84 (Bild 3) – hängt ein Schild mit einer Aufschrift bestehend aus drei Worten. Wir notieren vom dritten Wort den ersten Buchstaben.

Wir laufen weiter auf das Ende der Straße zu, die nun in einem Spazierweg mündet. Der Weg macht eine Linkskurve, der wir folgen. An der Ecke dieses Weges stand früher ein Fachwerkhaus, das einst eine Grenzstation beherbergte. Zu Zeit der französischen Kontinentalsperre (1806 bis 1814) unter Napoleon saßen dort die französischen Grenzbeamten und passten auf, dass keine englischen Waren von der rechten auf die linke Rheinseite geschmuggelt wurde, berichtet Schellschmidt.

Bild 4.
Bild 4.
Foto: Birgit Lehmann

Wir verlassen jetzt das Wohnviertel am Rhein und lernen die weniger schöne, industrielle Seite von Wesseling kennen. Wir gehen weiter an der roten Mauer entlang, die das Degussa-Gelände einzäunt, bis wir auf die Josef-Zimmermann-Straße stoßen. Auf der linken Seite steht ein Bildstock (Bild 4). Der heute verputzte Bildstock stand einst an der Brühler Straße und stammt in seiner jetzigen Form aus dem 19. Jahrhundert. Früher stand eine Tonfigur darin, die aber gestohlen wurde. Im unteren Teil des Bildstocks gibt es eine Inschrift. Vom ersten Wort der Inschrift notieren wir den ersten Buchstaben.

Bild 5.
Bild 5.
Foto: Birgit Lehmann

Wir laufen weiter die Straße hinunter, bis wir an die Brühler Straße gelangen. Nun geht es am Werksgelände der Evonik vorbei. Wir wechseln an der ersten Ampel die Straßenseite und gehen weiter die Brühler Straße hinunter, unterqueren drei Brücken und kommen an einen Parkplatz. Jetzt wandern wir noch ein Stück weiter geradeaus, bis wir hinter der ehemaligen Tankstelle an die Hubertusstraße kommen, in die wir links einbiegen. Wir sehen auf der anderen Straßenseite bereits die Moschee (Bild 5) mit dem Minarett und der Haupt- sowie den vier Nebenkuppeln. Über dem Eingang hängt ein Schild, darauf ist das Jahr der Grundsteinlegung geschrieben, 1987, danach folgt der Name eines Vereins. Von diesen brauchen wir den dritten Buchstaben für unser Lösungswort.

Bild 6
Bild 6
Foto: Birgit Lehmann

Wir folgen der Hubertusstraße, queren die Ulmenstraße, bis wir an einen Kreisel (Bild 6) kommen, der den Rhein darstellt. Hinter uns befindet sich ein Hochhaus mit einem Schild, das den Autofahrer bittet, eine bestimmte Zufahrt freizuhalten. Von diesem ersten Wort benötigen wir den fünften Buchstaben.

Bild 7.
Bild 7.
Foto: Birgit Lehmann

Wir biegen am Kreisel links in den Mühlenweg und laufen geradeaus, bis zur Unterführung hindurch über die die Bundesstraße 9 hinweg, an dem blau-weiß gestrichenen Schulschwimmbad vorbei, bis wir rechts in die Gartenstraße einbiegen. Hier ist nun wieder weniger Verkehr. Wir wandern bis zur Balderichstraße, in die wir links einbiegen. Am Ende der Straße geht es rechts in die Römerstraße, die wir bis zum alten Friedhof auf der rechten Seite hinunter wandern. Der Friedhof wurde 1877 eingerichtet, die Römerstraße befand sich damals noch außerhalb des Ortes. Dort wurden überwiegend die Honoratioren beigesetzt, viele Grabmale stehen unter Denkmalschutz. Im Zentrum steht das große 1908 eingeweihte Friedhofskreuz. Es ist sieben Meter hoch und damit das größte Kreuz auf dem Friedhof. Wir gehen auf den Friedhof, geradeaus auf das große Friedhofskreuz (Bild 7) zu, unter dem sich Inschriften befinden. Von der mittleren Inschrift benötigen wir von dem zweiten Wort den ersten Buchstaben.

Bild 8.
Bild 8.
Foto: Birgit Lehmann

Wir verlassen den Friedhof wieder, gehen rechts weiter die Römerstraße entlang, bis wir in die Fußgängerzone und zum neuen Rathaus auf dem Alfons-Müller-Platz gelangen. Davor befindet sich der bekannte Brunnen (Bild 8), der den Namen Wesselings anschaulich erklärt. Es bedeutet „Wäßel de Ling“, und der Brunnen stellt das Treideln der Schiffe auf dem Rhein dar. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Schiffe stromaufwärts gezogen. Aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens schenkte die damalige Union Kraftstoff (UK) der Stadt diesen Zierbrunnen auf dem Rathausplatz, der von Jan Schlesinger gestaltet wurde. Das Wasser stellt den Rhein dar, es fließt w-förmig und wird durch zwei Wasserspeier in Bewegung gehalten. Die angestrengt arbeitenden Treidler machen gerade ein Schiff fest, das durch einen drei Meter hohen Bug symbolisiert wird. Auch an diesem Brunnen befindet sich ein Verbotsschild. Von den zwei Worten benötigen wir den zweiten Buchstaben des ersten Wortes für unser Lösungswort – und zwar zweimal.

Wir wandern am Rathaus in Richtung Bücherei und gelangen auf die Kölner Straße, wo wir uns links halten. Wir sehen die große Kirche St. Germanus und von hier aus sind es noch wenige Meter bis zur Uferstraße zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Die Wanderung dauert rund eineinhalb Stunden, festes Schuhwerk ist nicht erforderlich, die Wege sind allesamt befestigt. Einkehrmöglichkeiten gibt es am Anfangspunkt am Rheinufer, in der Fußgängerzone sowie in der Kölner Straße.

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