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„wir helfen“ fördert Kinder und Jugendliche in Notlagen

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Benefizshow: Neue Generation in der Manege

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Lili
Lili dreht mit dem Fuß einen Teppich. (Bild: privat)

KÖLN - Im Zirkuszelt auf dem Neumarkt wird schon fleißig für das neue Roncalli-Programm "Ein Lächeln für Deutschland" geprobt, das in der kommenden Woche Premiere hat. Außer Zirkusgründer und Chef Bernhard Paul, der in seiner Paraderolle als Clown Zippo für Lacher beim Kölner Publikum sorgen will, und dem langjährigen Betriebsleiter Patrick Philadelphia, der mit fast schon stoischer Ruhe durchs Programm führt, steht auch die nächste Generation in den Startlöchern. So proben Pauls Tochter Lili (13) und Philadelphias Tochter Geraldine (16) täglich zwei bis drei Stunden für ihre Manegen-Auftritte.

Lili zeigt eine Mischung aus biegsamem Kautschuk-Mädchen und einer Antipoden-Jonglage. Da lässt sie kleine Teppiche auf den Zehenspitzen kreisen - eine Technik, die sie den russischen Zwillingsschwestern Maryna und Svetlana Tsodikovi abgeguckt hat, die einige Jahre zum Roncalli-Ensemble zählten. Geraldine turnt gelenkig inmitten von Hula-Hoop-Reifen und ist kürzlich auf dem "New Generation"-Festival in Monte Carlo mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden.

Berufsweg bei beiden Mädchen vorgezeichnet

Der Berufsweg ist bei beiden Mädchen vorgezeichnet: "Wir wollen bekannte Zirkusartistinnen werden", sind sie sich einig. Für eine große eigene Nummer reicht es in der aktuellen Roncalli-Show zwar noch nicht. Aber die Jugendlichen dürfen bei einigen Programmpunkten schon mitmachen - und beim "Tag der offenen Tür" ihr ganzes Repertoire zeigen.

Vor den täglichen Proben müssen Geraldine und Lili aber noch in die Schule. In den Wintermonaten haben die Mädchen die Willy-Brandt-Gesamtschule in Höhenhaus besucht. "Ich hatte jetzt ein richtig gutes Zeugnis", sagt Lili, die in die achte Klasse geht. Geraldine kommt in der zehnten Klasse gut mit und strebt im Sommer den Realschulabschluss an. "Ich hoffe, ich erreiche auch die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Da brauche ich in der nächsten Zeit ein paar Zusatzstunden."

In den Monaten, in denen Roncalli auf Tournee ist, werden die Zirkuskinder von Privatlehrerin Johanna Marstaller unterrichtet. Beim Schulunterricht für den Zirkusnachwuchs kooperiert Roncalli mit der Zirkusschule NRW und stimmt zudem die Lerninhalte regelmäßig mit der Gesamtschule ab. "Bei aller Liebe für den Zirkus sollen die Kinder die Schule nicht vernachlässigen", sagt Zirkuschef Paul.

Grußwort
Hedwig Neven DuMont
Hedwig Neven DuMont

Liebe Leserin, lieber Leser,

Die Aktion „wir helfen“ wurde vor 20 Jahren geboren. Impuls für die Gründung war, Kindern zu helfen – und zwar im Kölner Raum. Denn auch hier, mitten in unserem Wohlstand, gibt es Fälle von bitterer Armut und großer Not. So galt die erste Hilfe Kindern aus dem damaligen Jugoslawien, die wegen des Krieges hier gestrandet waren. Zur selben Zeit fand im studio dumont eine Ausstellung mit Kunstwerken psychisch kranker Kinder statt. Die Künstler waren Schüler aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinik. Die Hilfe war so groß, dass nur wenige Monate später der Grundstein für die „Villa Kunterbunt“ gelegt werden konnte, die der Uniklinik angeschlossen ist. Die Villa hilft dabei, seelisch gesund erwachsen zu werden.

Vor allem Kinder, die im Schatten dieser Gesellschaft leben, brauchen uns. Wir können ihnen zu besseren oder zumindest fairen Lebenschancen verhelfen. Diese Kinder brauchen Schutz, Nahrung, Kleidung, Bildung, Wärme, Aufsicht, Förderung, Unterstützung und Anleitung – bessere Lebensgrundlagen eben. Sie benötigen zumindest eine Chance auf Chancengleichheit und Orte für sich, wo sie der Ausgrenzung und der Gewalt, die mitunter zu ihrem Alltag gehören, entgehen können. Liegen die Wurzeln dieser Kinder im Ausland, leiden sie oft noch unter Diskriminierung bis hin zu offenem Ausländerhass.

Durch „wir helfen“ ist hier im Raum Köln wirklich viel gelungen. Ganz Köln hilft mit! Dieses Mal wollen wir die zwölf Monate damit bestreiten, uns noch einmal mit den Themen aus den vergangenen 20 Jahren zu vergegenwärtigen. Sie werden uns begleiten – wir schauen, was durch Ihre Hilfe gewachsen ist und wir prüfen, wo leider noch, wieder oder aus anderen Gründen zu helfen ist!

Über all die Jahre haben wir einmal mehr gelernt: Gutes kommt nicht nur zu uns persönlich zurück, sondern auch in diese Gesellschaft. Denn es sind die Kinder von heute, die wir unterstützen, die morgen unsere Gemeinschaft tragen. Und weil Kinder, die uns anstrahlen oder anlachen, der größte Lohn sind. Auch dieses Mal setzen wir wieder auf Sie!


Herzlichst
Ihre
H. Neven DuMont
Hedwig Neven DuMont
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Unterstützt werden mit der neuen Aktion „wir helfen – weil Lernen jedem Kind eine Chance gibt“ Initiativen in Ihrer Region, die außerschulisches Lernen von der frühkindlichen Förderung im Kleinkindalter bis zum Übergang von der Schule in den Beruf bei Jugendlichen unterstützen.

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„wir helfen“ ist im Oktober 1998 auf Initiative von Herausgeber Alfred Neven DuMont gegründet worden. Vorsitzende ist Hedwig Neven DuMont.

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