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Luftfahrtmesse: Airbus und Boeing übertrumpfen sich

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Der Airbus A350 bei seinem Jungfernflug. Foto: ap/dpa
Kurz nach Erstflug der Airbus A350 kommt die Antwort vom Rivalen Boeing: Mit der 787-10 soll bis 2018 ein Konkurrenzflieger fertig sein. Zur Flugmesse Le Bourget trumpfen beide Hersteller mit Auftragszahlen.
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Le Bourget

Boeing setzt dem neuen Airbus A350 eine extra große Version seines „Dreamliners“ entgegen. Nach kurzer und mittlerer Version der 787 „Dreamliner“ soll die langgestreckte 787-10 erstmals im Jahr 2018 ausgeliefert werden, gab Boeing am Dienstag während der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris bekannt. Mit der Entscheidung reagiert Boeing auf den neuen Langstreckenflieger A350, dessen Standardversion eine ähnliche Größe hat. Rivale Airbus präsentierte gleichzeitig einen neuen Mega-Milliardenauftrag vom Billigflieger Easyjet.

Dem US-Hersteller Boeing liegen nach eigenen Angaben bereits Bestellungen für 102 Exemplare des langen „Dreamliners“ vor. Die Maschine soll Platz für 300 bis 330 Passagiere bieten. Bei den Erstbestellungen stützt sich Boeing auf fünf Kunden. Singapore Airlines und der Flugzeugfinanzierer ALC wollen jeweils 30 Maschinen abnehmen, die Leasingtochter von General Electric orderte 10 Maschinen, die amerikanische United Airlines will 20 Jets und die IAG-Tochter British Airways 12 Flugzeuge des Typs abnehmen.

Bisher ist erst die Standardversion des „Dreamliners“ mit Platz für rund 240 Passagiere in der Luft - zuletzt von Pannen geplagt. Die längere 787-9 soll noch in diesem Sommer erstmals abheben. Mit der langen 787-10 konkurriert Boeing direkt gegen die neue A350 von Airbus mit 270 bis 350 Sitzen. Die A350 hatte ihren Erstflug in der vergangenen Woche erfolgreich bestanden und wird auch in Le Bourget für einen Überflug erwartet.

Der britische Billigflieger Easyjet bescherte Airbus einen Großauftrag für seine Mittelstreckenjets. Der Ryanair-Konkurrent will bei der EADS-Tochter 35 Airbus A320 sowie 100 Maschinen der spritsparenden Neuauflage A320neo bestellen. Laut Preisliste haben die 135 Jets einen Gesamtwert von 13,2 Milliarden US-Dollar (9,9 Milliarden Euro). Allerdings hat Easyjet nach eigenen Angaben einen kräftigen Rabatt ausgehandelt. Außerdem sichert sich die Gesellschaft Kaufoptionen für 100 weitere „neos“. Die neuen Flieger sollen 2015 bis 2022 ausgeliefert werden.

Erfolge zur Airshow meldeten auch kleinere Hersteller. So feierte der russische Flugzeugbauer Suchoi am Dienstag die Auslieferung seines mit westlichen Partnern gebauten Superjets SSJ 100. Mit der mexikanischen Interjet hat erstmals eine westliche Fluggesellschaft den zuletzt immer wieder von Pannen betroffenen Jet in seiner Flotte. Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer holte sich in Paris Aufträge für mehr als 200 Flugzeuge, die Hälfte davon als feste bestellte Jets für einen Listenpreis von 3,5 Milliarden Euro. Die kanadische Bombardier Aerospace konnte 32 Businessjets für knapp 990 Millionen Euro absetzen. (dpa)

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