28.08.2016
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Zunge, Finger, Po...: Versicherte Körperteile der Promis

Bestes Stück: Seine unglaublich lange Zunge ist „Kiss“-Bassist Gene Simmons immerhin eine Million Dollar wert.

Bestes Stück: Seine unglaublich lange Zunge ist „Kiss“-Bassist Gene Simmons immerhin eine Million Dollar wert.

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dpa

Julia Roberts charmantes Lächeln ist ihr Markenzeichen - und eine Heidi Klum ohne Beine wäre wohl nicht mehr showtauglich. Unter Promis ist es deshalb angesagt, einzelne Körperteile zu versichern - vom Gesicht bis hin zu den Zehen.

Was Normalsterblichen vielleicht merkwürdig erscheint, ist gar nicht so abwegig. Schließlich entstehen sowohl den Betroffenen als auch den Vertragspartnern erhebliche Kosten, wenn sich die Stars verletzen und dadurch ausfallen. Bei dem ein oder anderen mag auch die Publicity durch solche millionenschweren Policen eine Rolle spielen. Doch Tatsache ist: Gitarristen wie „Rolling-Stones“-Ikone Keith Richards wären ohne ihre Finger erst einmal arbeitslos.

Viele Promis schließen ihre extravagante Versicherung beim Londoner Versicherungshaus Lloyds ab: Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, ungewöhnliche und zum Teil bizarre Risiken abzudecken.

Ähnlich wie die „Body Insurance“ funktioniert die so genannte Gliedertaxe in der privaten Unfallversicherung. In einer Tabelle ist festgelegt, welchem Invaliditätsgrad der Verlust oder die Funktionsunfähigkeit eines Körperteils oder Sinnesorgans entspricht. „Von einer Invalidität spricht man, wenn eine dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit eingetreten ist“, weiß Andrea Heyer, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Von der Gliedertaxe hängt also ab, wie viel Geld ein Verletzter vom Versicherer bekommt.

Wenn Arbeitsnehmer beruflich bedingt auf ein gewisses Körperteil angewiesen sind, etwa Chirurgen oder Pianisten, können sie im Versicherungsvertrag eine erhöhte Gliedertaxe festlegen. Die private Unfallversicherung ersetzt allerdings keine Berufsunfähigkeitsversicherung, weil sie nur im Falle eines Unfalls zahlt - egal, ob man im Anschluss berufsunfähig ist oder nicht.

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