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Achtung Käfighaltung: Künast rät von bunten Eiern ab

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Industriell bemalte Eier stammen in der Regel nicht vom Biohof. Foto: dpa
Wer Käfig-Eier vom Frühstückstisch verbannt hat, sollte auch an Ostern auf bunte Eier aus dem Supermarkt verzichten. Grund: Industriell bemalte Eier stammen selten vom Biohof. Renate Künast rät Verbrauchern, die Eier roh zu kaufen und sie selbst zu bemalen.  Von
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Sie sehen verlockend bunt aus. In leuchtendem Blau, Orange oder Rot strahlen sie den vom Winterwetter frustrierten Verbraucher an. Trotzdem rät Grünen-Fraktionschefin Renate Künast zum Verzicht: „Der Verdacht liegt nahe, dass viele der schönen bunten Ostereier im Supermarkt aus Käfighaltung stammen“, sagte sie dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Käfig-Eier am Frühstückstisch? Das wollen immer weniger Deutsche. Deshalb, so Künast, sei ihr Ratschlag, „die Eier roh zu kaufen und selber anzumalen“.

Regelungslücke bei Ostereiern

Als Verbraucherschutzministerin hatte Künast im Jahr 2004 die Kennzeichnungspflicht für Eier eingeführt. Seither trägt jedes rohe Ei eine Nummer, aus der man unter anderem entnehmen kann, ob die Henne auf einem Biohof (0), im Freiland (1), auf dem Boden (2) oder im Käfig (3) gehalten wurde. Doch: „Bei den industriell bemalten Ostereiern gibt es eine Regelungslücke“, klagt Künast. Verarbeitete Eier – auch in Nudeln – müssen nämlich nicht markiert werden.

Politisch kämpft Künast daher für eine Ausweitung der Kennzeichnungspflicht: „Die Verbraucher müssen durch eine komplette Kennzeichnung in die Lage versetzt werden, politische Entscheidungen zu treffen.“  Nur wenn die Kunden wüssten, was sie kaufen, könnten sie ihr Verhalten  entsprechend ändern.

Ostern 2014

Im kommenden Jahr sind die astronomischen Bedingungen so, dass die Osterfeste zusammenfallen. Westliche und orthodoxe Christen feiern gemeinsam am 20. April 2014. (hc)

Freilich bliebe, wie jüngst in Niedersachsen, immer noch  die Möglichkeit der Falschdeklarierung. Dagegen fordert Künast stärkere Kontrollen. Vor allem müsse bei Schlüsselbetrieben die Zuständigkeit von der Kommune auf die Landesebene gehoben werden: „Nur so kann die Unabhängigkeit der  Kontrollen von Betrieben, die in einem Landkreis der wichtigste Arbeitgeber sind, gewährleistet werden.“

Eine  Kennzeichnung von  Eierprodukten würde wahrscheinlich auch die Käufer von Nudeln sensibilisieren, glaubt Künast. In denen steckt unter Umständen Ei oder Eipulver aus Legehennen-Fabriken in der Ukraine oder Weißrussland, deren Bau mit Hermesbürgschaften gefördert wurde, obwohl solche Anlagen in Deutschland nicht zulässig wären. Das findet Künast unerträglich und fordert den Stopp der Bürgschaften.

Bis zu einer generellen Kennzeichnung von verarbeiteten Eiern freilich ist es noch ein längerer und mühsamer Weg. Deshalb empfiehlt Künast  zu den Feiertagen  die Eigeninitiative: Rohe Eier kaufen, kochen und anmalen. „Nur wenn man selber färbt, wird Ostern richtig schön“, glaubt die Grünen-Politikerin.

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