27.07.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

BayernLB und HGAA: Streit um Rückzahlung der Kredite

Wegen des Milliardendesasters bei der Hypo Group Alpe Adria will Österreich nun den Freistaat Bayern verklagen.

Wegen des Milliardendesasters bei der Hypo Group Alpe Adria will Österreich nun den Freistaat Bayern verklagen.

Foto:

dapd

München/Wien -

Der Streit zwischen der bayerischen Landesbank und ihrer ehemaligen Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) eskaliert. Nachdem die HGAA am Donnerstag ankündigte, künftig keine Kredite mehr an die BayernLB zurückzahlen zu wollen, kündigte die Landesbank postwendend einen Prozess gegen die österreichische Ex-Tochter an: „Zur Wahrung ihrer Rechtsposition hat die BayernLB Feststellungsklage zum Landgericht München eingereicht, damit die Pflicht der HGAA zur vertragsgemäßen Zahlung von Zins und Tilgung unter den bestehenden Finanzierungsverträgen unverzüglich festgestellt wird“, teilte die BayernLB am Donnerstagabend mit.

Der Stopp der Rückzahlung von Krediten in Milliardenhöhe wurde von der Münchner Bank „mit großer Verwunderung und mit Befremden“ registriert. “Die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen wird verweigert, obwohl die HGAA hierzu wirtschaftlich weiterhin in der Lage wäre“, hieß es in einer Stellungnahme. Die HGAA hatte zuvor erklärt, dass sie die BayernLB-Großkredite als „Eigenkapital ersetzende Gesellschafterdarlehen“ ansehe. „Demnach sind Rückzahlungen bis zu einer nachhaltigen Sanierung der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG auszusetzen und Rückforderungen durch die Bayerische Landesbank unzulässig.“ (dpa)