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Bis Jahresende: Deutsche Post schließt Adcloud

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Das Kölner Unternehmen Adcloud wird bis Jahresende geschlossen. Foto: Screenshot
Die Deutsche Post schließt ihre Online-Werbetochter Adcloud. Dutzende Mitarbeiter in Köln müssen bis Ende des Jahres ihren Schreibtisch räumen. Von den betroffenen Mitarbeitern soll niemand übernommen werden. Der Mutterkonzern will damit Strukturen straffen.
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Köln

Die Deutsche Post will ihre Online-Werbetochter Adcloud bis Jahresende schließen. Wie das Unternehmen auf seiner Webseite in einer knappen Mitteilung verkündete, sollen wirtschaftliche Gründe das Aus für den Online-Werbeanbieter bedeutet haben. Von der Schließung betroffen sind 40 Mitarbeiter in Köln sowie jeweils fünf Mitarbeiter in Spanien und Frankreich.

In der Verlustzone

Erst vor zwei Jahren übernahm die Deutsche Post die Kölner Adcloud GmbH. Das Unternehmen war spezialisiert auf Online-Werbung, mittels Plattform sollten Agenturen und Vermarkter Display-Werbeplätze, also Banner, im Netz ein- und verkaufen können. Die Erwartungen waren groß. Die Hoffnungen, die der Mutterkonzern in das Start-Up legte, erfüllten sich aber nicht: „Adcloud befand sich in der Verlustzone“, sagt Alexander Edenhofer, Pressesprecher der Deutschen Post, gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Weitere Investitionen in dem Bereich, in dem Adcloud sich bewegte, seien für den Mutterkonzern zu hoch gewesen. Die Entscheidung, die verlustreiche Online-Werbetochter zu schließen, sei aber keineswegs von heute auf morgen gefallen. „Das war ein längerer Prozess. Der Markt, in dem Adcloud sich bewegte, ist sehr dynamisch. Wir haben einfach keine Möglichkeiten mehr für das Unternehmen gesehen“, sagt Edenhofer.

Im Februar dieses Jahres verließen bereits die beiden Gründer und Geschäftsführer Oliver Thylmann und Henning Lange Adcloud. Mit dem Weggang habe die Entscheidung allerdings nichts zu tun gehabt, so Edenhofer. Trotz der Adcloud-Pleite setzt die Deutsche Post weiter auf Online-Marketing. So zum Beispiel auf nugg.ad, wo jüngst der Digitalexperte Nico Lumma angeheuert wurde, um Start-Ups zu fördern, oder auf Optivo, ein weiteres Start-Up, dass Anfang Juli in das Portfolio der Deutschen Post aufgenommen wurde und im Bereich E-Mail-Marketing tätig ist.

Von den betroffenen Adcloud-Mitarbeitern wolle die Deutsche Post niemanden übernehmen. Der Aufbau der Töchter solle gestrafft werden, so das Unternehmen. (dj)

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