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Der Börsentag: Gewinnmitnahmen drücken Europa-Börsen

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Der Dax am Dienstag Foto: REUTERS
Investoren haben am Dienstag abwartend agiert — offenbar sollte erst die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank über die Bühne gehen. Auch ein heftiger Kursrutsch bei den Aktien von Fresenius Medical Care drückte die Stimmung.
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Frankfurt

Die unklaren Aussichten für die Weltwirtschaft haben die Anleger in Europa am Dienstag zu Gewinnmitnahmen verleitet. Ermutigenden Konjunkturdaten aus den USA stand eine enttäuschende Entwicklung in China gegenüber. Zudem warteten Investoren vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag und den US-Arbeitsmarktdaten lieber ab. Auch ein heftiger Kursrutsch bei den Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) drückte die Stimmung. Der Dax schloss 0,9 Prozent niedriger bei 7910,77 Punkten, der EuroStoxx50 verlor 0,7 Prozent auf 2603 Zähler.

Die US-Industrie und -Bauwirtschaft gewinnt wieder langsam an Fahrt: Nachdem am Montag schon der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe positiv überrascht hatte, fielen am Dienstag auch die Zahlen zu den US-Industrieaufträgen im Mai mit einem Plus von 2,1 Prozent besser aus als angenommen. Der von der Bank HSBC ermittelte Konjunkturindex der chinesischen Einkaufsmanager fiel dagegen auf ein Neun-Monats-Tief von 48,2 Zählern.

An der Wall Street bergauf

Im Fokus standen aber die US-Jobdaten am Mittwoch und Freitag. „Alles dreht sich um die in den kommenden Tagen anstehenden Konjunkturdaten“, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Von diesen Zahlen erhofften sich Anleger Hinweise darauf, ab wann und wie stark die US-Notenbank ihre Wertpapier-Käufe drosselt. Bislang pumpt die Fed monatlich 85 Milliarden Dollar in die Finanzmärkte. Sofern sich die US-Konjunktur weiter erholt, will sie den Geldhahn ab Ende 2013 langsam zudrehen.

Anders als die europäischen Börsen ging es an der Wall Street mit den Kursen bergauf. Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten stieg um 0,4 Prozent auf 15.029 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,4 Prozent auf 1621 Zähler. Auch der Nasdaq notierte 0,4 Prozent im Plus bei 3446 Punkten. Der Handel in New York dürfte in dieser Woche allerdings angesichts des US-Unabhängigkeitstages am Donnerstag und der Veröffentlichung der offiziellen Arbeitsmarktdaten am Tag darauf dünn bleiben. Bereits am Mittwoch legt der private Anbieter ADP seine Daten zum US-Jobmarkt vor.

Hiobsbotschaften aus Portugal und Griechenland

Für etwas Nervosität unter den Investoren in Europa sorgten Meldungen aus Griechenland und Portugal. Die Geldgeber Griechenlands dringen binnen Tagen auf ein klares Bekenntnis des Euro-Landes zur Fortsetzung seiner Reformen. Die Zusicherung sei entscheidend für die Auszahlung der nächsten Kredit-Tranche von 8,1 Milliarden Euro, sagten mehrere Vertreter der Euro-Zone zu Reuters. Der griechische Wirtschaftsminister Kostis Hatzidakis rechnet ungeachtet einer gegenteiligen Aussage von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble aber mit einem weiteren Schuldenschnitt für sein Land nach der Bundestagswahl. Der Leitindex der Athener Börse gab 3,2 Prozent nach.

In Portugal warf Finanzminister Vitor Gaspar wegen des schwindenden Rückhalts in der Bevölkerung für seinen Sparkurs das Handtuch. Die Lissaboner Aktienbörse schloss 1,5 Prozent schwächer. Kurz nach Handelsschluss wurde zudem bekanntgegeben, dass Außenminister Paulo Portas ebenfalls zurückgetreten sei.

Der Euro bröckelte auf 1,3027 Dollar ab, nach 1,3062 Dollar zum New Yorker Vortagesschluss. Der Bund-Future gewann 15 Ticks auf 141,74 Punkte.

Angst vor Einbußen im US-Geschäft

Größter Verlierer im Dax waren die Aktien von FMC. Dem Dialyse-Spezialisten drohen Einbußen im wichtigen US-Geschäft wegen geplanter Kürzungen bei den Erstattungen durch die dortigen Krankenkassen. Die geplanten Einsparungen lägen ein Vielfaches über seinen Erwartungen, schrieb DZ Bank-Analyst Sven Kürten in einem Kommentar. Er gehe zwar davon aus, dass die Pläne noch abgemildert würden, dennoch müsse mit einer deutlichen Senkung der Analystenprognosen gerechnet werden. FMC-Titel fielen um 8,7 Prozent auf 49,70 Euro. In ihrem Sog verlor die Muttergesellschaft Fresenius 3,5 Prozent.

An der Wiener Börse litten die Papiere der Erste Group unter der Kapitalerhöhung. Das österreichische Geldhaus hatte mit der Ausgabe neuer Papiere 660 Millionen Euro eingenommen. Mit dem Geld finanziert die Bank die Rückzahlung der in der Krise erhaltenen Hilfen von insgesamt 1,76 Milliarden Euro. Die Papiere der Erste Group rutschten um bis zu 4,7 Prozent ab, berappelten sich dann aber etwas und schlossen zwei Prozent niedriger bei 20,01 Euro. (rtr)


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