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Fastfood-Kette: Burger King droht Imageschaden

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In Deutschland gibt es 677 Burger-King-Filialen. Foto: AP/dpa
Umsatzeinbußen und Imageschaden drohen: Die Geschäftspraktiken der Yi-Ko Holding GmbH, die in Deutschland 91 Burger-King-Restaurants unterhält, haben bei anderen Restaurantbetreibern der Fast-Food-Kette Sorgenfalten hinterlassen.  Von
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Köln

Die Geschäftspraktiken der Yi-Ko Holding GmbH, die in Deutschland 91 Burger-King-Restaurants unterhält, haben bei anderen Restaurantbetreibern der Fast-Food-Kette die Sorge vor Umsatzeinbußen und einem nachhaltigen Imageschaden für die Marke ausgelöst. Ein Franchise-Nehmer aus dem ostdeutschen Raum sagte dieser Zeitung, „die miese Behandlung der Beschäftigten bei Yi-Ko fällt auf uns alle zurück“. Der Restaurantbetreiber, der namentlich nicht erwähnt werden wollte, äußerte die Hoffnung, dass die „Zentrale sich den Herrn Yildiz mal richtig zur Brust nimmt“.

Hintergrund sind interne, die Beschäftigten betreffende Arbeitsanweisungen des  Yi-Ko-Mitinhabers Ergün Yildiz, die nach Auskunft der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) massiv gegen das Betriebsverfassungsgesetz und die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts verstoßen. Unter anderem wurden Betriebsratsmitglieder angewiesen, ihre Aufgaben als Arbeitnehmervertreter außerhalb der Arbeitszeiten – und somit unbezahlt – zu erledigen (wir berichteten). Betroffen sind Restaurants in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen (die vollständige Liste ist unter www.Fr-online.de/burgerking abrufbar).

Bisher blieben Versuche der NGG sowie des Gesamtbetriebsrates der von Yi-Ko Anfang Mai übernommenen Burger King GmbH, mit Yildiz ins Gespräch zu kommen, ohne Erfolg. Der neue Inhaber setze stattdessen darauf, seine Anweisungen mit massiver Einschüchterung und durch  Drohungen gegenüber der Belegschaft durchzusetzen, sagte NGG-Referatsleiter Guido Zeitler von der NGG dieser Zeitung. Die Sorgen anderer Franchise-Nehmer um Rufschädigung und drohende Einbußen könne er durchaus nach vollziehen, zumal sich viele Restaurantbetreiber vorbildlich an Gesetze und Tarifverträge verhielten.

Einer von ihnen ist Matthias Hartwig, der im Raum Nürnberg zwölf Burger King Restaurants mit mehr als 350 Beschäftigten betreibt. „Unsere Philosophie lautet: Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir motivierte und zufriedene Mitarbeiter haben“, so Hartwig. Hierzu sei das Einhalten von Tarifverträgen ebenso wie die ungehinderte Arbeit des Betriebsrats unabdingbar. Für die Vorbereitung der ersten Betriebswahl vor wenigen Wochen stellte Hartwig wie selbstverständlich  einen Computer und Räumlichkeiten zur Verfügung. Jan Körper von der NGG Bayern ist voll des Lobes: „Wenn sich alle in der Gastronomie so verhielten wie der Herr Hartig, hätten wir keine Probleme.“

So aber bleiben Probleme, auch den Nürnberger Franchise-Nehmer: „Man wird leider schnell in Sippenhaft genommen. Das macht mir natürlich Sorgen und bereitet manch schlaflose Nacht.“

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