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Flugaufsicht: Boeings „Dreamliner“ wieder zugelassen

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Boeings Dreamliner darf wieder starten. Foto: REUTERS
Nach dem im Januar verhängten Flugverbot für alle weltweit ausgelieferten Dreamliner hat die US-Flugaufsicht FAA das neue Batterie-System abgesegnet. Der Flugzeugbauer Boeing kann nun mit den Reparaturarbeiten beginnen.
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Washington

Die US-Behörden haben das neue Batterie-System für den Dreamliner von Boeing abgesegnet und damit den Weg für die baldige Wiederaufnahme des Flugbetriebs bereitet. Die US-Flugaufsicht FAA wird nun voraussichtlich nächste Woche formal das seit Januar bestehende Flugverbot aufheben. Auch die japanischen Behörden signalisierten Zufriedenheit mit der gefundenen Lösung. Die weltweit ausgelieferten 50 Dreamliner sind bei insgesamt acht Fluggesellschaften im Dienst, die meisten davon in Japan. US Airlines, die einzige US-Fluggesellschaft, die Dreamliner in der Flotte hat, begrüßte die Entwicklung. „Dies ist ein großer Schritt nach vorn.“

Die US-Behörden hatten im Januar ein Flugverbot für alle weltweit ausgelieferten Dreamliner verhängt, nachdem die als besonders effizient geltende Lithium-Ionen-Batterie in mehreren Fällen überhitzte und es in zwei Maschinen sogar zu einem Brand gekommen war.

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Der US-Flugzeugbauer Boeing kann nun umgehend mit den Reparaturen der Dreamliner beginnen. „Wir sind wieder im Geschäft, Baby“, verbreitete der Wirtschaftsverband Washington Aeroship Partnership, der Boeing unterstützt, per Twitter. Theoretisch dauert es nach Boeing-Angaben nur fünf Tage, um einen Dreamliner auf das überarbeitete Batteriesystem umzurüsten. Den Fluggesellschaften stehen dann keine weiteren regulatorischen Hürden im Weg, bevor sie die Maschinen wieder einsetzen dürfen: Sie könnten nach dem Umbau sofort wieder fliegen.

Allerdings absolvieren die Airlines normalerweise zunächst Testflüge, bevor sie Passagiere mitnehmen, wie der Boeing-Chefentwickler für den Dreamliner, Mike Sinnett, am Freitagabend bei einer Konferenz erläuterte. Letztlich liege die Entscheidung, wann der Dreamliner wieder abhebe, bei den Fluggesellschaften. Dass das neu System funktioniert, hat Boeing allerdings selbst schon in einer Reihe von Testflügen illustriert. Boeing-Chef Jim McNerney zeigte sich überzeugt, dass die versprochenen Vorteile des Dreamliner „voll intakt bleiben“.

Drohende Schadenersatzklagen

Der größte Dreamliner-Kunde, die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA), will dem Vernehmen nach im Juni den regulären Flugbetrieb mit dem überholten 787er wieder aufnehmen. Für Mai plant die Airline 100 bis 200 Testflüge, wie mit den Vorgängen bei ANA vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Die Zwangspause kostet den US-Flugzeugbauer und Airbus-Rivale Boeing nach Schätzung von Experten mindestens 600 Millionen Dollar. Wie hoch die Rechnung tatsächlich ausfallen wird, ist aber noch nicht klar. Einige Fluggesellschaften wollen Boeing zudem auf Schadenersatz verklagen. Boeing selbst hat die Kosten nicht beziffert. Sinnett sagte, an den ursprünglich angepeilten Auslieferungen der 787-er für dieses Jahr ändert sich wegen der Vorfälle nichts. (rtr)

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