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Flughafen Köln/Bonn: Streik sorgt für Dutzende Flugausfälle

Verdi fordert bis zu 30 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten des privaten Sicherheitsgewerbes. Nach Gewerkschaftsangaben in NRW gehören 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten zur untersten Lohngruppe mit einem Stundenlohn von 8,23 Euro. Foto: Michael Bause
Am Flughafen Köln/Bonn wird erneut gestreikt: Seit dem frühen Freitagmorgen haben 150 Mitarbeiter der Fluggastkontrolle die Arbeit niedergelegt. 70 Flüge sind bereits gestrichen worden. Laut der Gewerkschaft Verdi soll der Streik den gesamten Tag andauern.
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Köln/Bonn. 

Am Flughafen Köln/Bonn hat am frühen Freitagmorgen ein Streik des Sicherheitspersonals begonnen. Das teilte Verdi-Sprecher Özay Tarim mit. Rund 150 Mitarbeiter der Fluggastkontrolle hätten ihre Arbeit niedergelegt. Nach Angaben des Flughafens wurden bislang über den Tag verteilt 49 Starts und 21 Landungen gestrichen. Für Freitag standen insgesamt 103 Abflüge und 104 Ankünfte auf dem Plan. Der Billigflieger Germanwings hat nach eigenen Angaben 26 abfliegende und ankommende Maschinen gestrichen.

Wieder Streik am Kölner Flughafen

Aktuell ist nur eine Personalkontrollstelle in den Terminals geöffnet. Viele Passagiere waren aber offenbar auf den Streik vorbereitet und blieben weitgehend fern. Der Flughafen hat eine Telefon-Hotline eingerichtet: 02203-404000. Fluggäste werden gebeten sich bei ihren Airlines über den Status ihres Fluges zu erkundigen und wenn möglich auf Handgepäck zu verzichten.

Hintergrund des Streiks ist der Tarifstreit zwischen Arbeitgebern privater Sicherheitsdienste und ihren Mitarbeitern. Die Sicherheitskontrollen am Köln Bonn Airport sind eine hoheitliche Aufgabe in der Verantwortung der Bundespolizei. Ausstände des Flughafensicherheitspersonals in Nordrhein-Westfalen und auch in Hamburg - wo ebenfalls ein Tarifkonflikt schwelt - hatten in den vergangenen Wochen wiederholt für zahlreiche Annullierungen und Verspätungen gesorgt. In Köln/Bonn ist es der vierte Ausstand.

Am Freitag vergangener Woche war die dritte Verhandlungsrunde für die insgesamt 34.000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen ergebnislos verlaufen. Verdi fordert in der NRW-Tarifrunde Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro. Die Arbeitgeber hatten nach Gewerkschaftsangaben im Dezember 40 Cent für den untersten Stundenlohn von 8,23 Euro brutto und 75 Cent bis 1,14 Euro für die Flugsicherheitsassistenten angeboten. (ksta, afp)

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