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Frankreich: Google legt Streit mit Verlegern bei

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Im Streit um ein geplantes Leistungsschutzrecht für Online-Inhalte Frankreich haben sich Zeitungsverleger und der Internet-Konzern Google geeinigt. Foto: dpa
„Innovationsfonds“ statt Zwangsabgabe. Google will französische Verleger mit Millionen bei digitalen Projekten unterstützen und die Erlöse der Verlage bei der Online-Werbung steigern. Dafür verzichtet die Regierung in Paris auf ein Leistungsschutzrecht.
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Paris

Im Streit um ein geplantes Leistungsschutzrecht für Online-Inhalte in Frankreich haben sich Zeitungsverleger und der Internet-Konzern Google geeinigt. Google will mit einem 60 Millionen Euro umfassenden Fonds „Innovationsprojekte für das digitale Publizieren“ unterstützen. Google-Chef Eric Schmidt sprach am Freitagabend im Beisein von Frankreichs Präsident François Hollande von einem „historischen Abkommen“.

Gleichzeitig vereinbarten Google und die Verleger eine umfassende Zusammenarbeit bei der Online-Werbung, um die Einnahmen der Verlage im Web und auf Mobilgeräten mit Hilfe von Google-Diensten zu steigern. Das Projekt umfasst den Einsatz der Google-Dienste AdSense, AdMob (für mobile Werbeformate) und den Marktplatz AdExchange.

Der Einigung waren monatelange Verhandlungen vorausgegangen. Für den Fall eines Scheiterns hatte die französische Regierung ein Gesetz vergleichbar dem in Deutschland geplanten Leistungsschutzrecht angedroht. „Es ist besser, eine Vereinbarung zu haben als ein Gesetz“, sagte Hollande am Freitag.

Einmalige Zahlung

Google bezeichnete die Vereinbarung als einmalige Zahlung, die auch nicht an die Verleger fließe, sondern in einen Technologiefonds. Sie richte sich „an alle, die französischsprachige Nachrichten online anbieten wollen“, sagte ein Sprecher. Verwaltet werden solle der Technologiefonds von Vertretern von Google, französischen Verlegern und Regierung.

Im Dezember hatte sich der Internetkonzern nach langem Streit mit belgischen Verlegern auf umfassende Kooperationen geeinigt. In Deutschland wehrt sich Google gegen ein von der Bundesregierung geplantes Leistungsschutzrecht für Presseverleger, mit dem Textauszüge und Vorschaubilder lizenzpflichtig würden.

Christoph Keese, bei der Axel Springer AG für Public Affairs zuständig, bezeichnete die Vereinbarung per Twitter als Erfolg für die französischen Verleger. „Die Politik hat starke Führung bewiesen.“ (dpa)

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