27.09.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Italien-Wahl: Börsen gehen weltweit auf Talfahrt

Börsen

Die Börsen gehen weltweit auf Talfahrt.

Foto:

dpa-mag

Tokio/Rom -

Der unsichere Wahlausgang in Italien hat an den Börsenplätzen weltweit für deutliche Kursverluste gesorgt. Die Wall Street in New York und der Nikkei-Index in Japan gingen auf Talfahrt. An der italienischen Börse in Mailand rutschen die Kurse am Morgen um fast fünf Prozent ab. Die Risikoaufschläge zehnjähriger italienischer Staatsanleihen schossen zum Handelsstart um 44 Basispunkte auf 336 Basispunkte in die Höhe. In Spanien lag das Leitbarometer an der Börse in Madrid nach Handelsstart knapp 3,8 Prozent im Minus. In Frankreich notierte die Aktien an der Börse in Paris 3,2 Prozent schwächer als am Vortag, in London knapp 1,5 Prozent unter Vortagesniveau. An der Deutschen Börse in Frankfurt am Main notierte der Deutsche Aktienindex 1,9 Prozent im Minus bei 7625,97 Punkten.

In der drittstärksten Euro-Volkswirtschaft droht angesichts des unklaren Wahlergebnisses eine politische Blockade. Eine solche Unsicherheit in dem Euro-Krisenland gilt als Gift für die Märkte.

Euro konnte sich nicht erholen

Der Euro konnte sich angesichts dessen nicht von seinen massiven Kursverlusten vom Vortag erholen und rutschte weiter ins Minus: Am Morgen stand der Euro bei 1,3050 US-Dollar. Am Montagvormittag hatte er noch fast drei Cent mehr gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3304 (Freitag: 1,3186) Dollar festgesetzt.

Nachdem die New Yorker Wall Street wegen des Ausgangs der Italien-Wahl den größten Tagesverlust seit dem 7. November 2012 hinnehmen musste, gingen am Dienstag auch die Börsen in Asien auf Talfahrt. Am Ende verlor der US-Leitindex Dow Jones Industrial schließlich 1,55 Prozent auf 13 784,17 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index sank um 1,83 Prozent auf 1487,85 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq gab der Composite-Index um 1,44 Prozent auf 3116,25 Punkte nach. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 1,33 Prozent auf 2700,97 Punkte.

In Tokio stand für den Nikkei-Index für 225 führende Werte zum Handelsschluss ein dickes Minus von 2,26 Prozent auf 11 398,81 Punkte zu Buche. Der breit gefasste Topix sank um 1,42 Prozent auf 966,77 Zähler. Der länderübergreifende MSCI Asia Apex 50, der die Aktienkurse der 50 größten Unternehmen Asiens exklusive Japan enthält, sank zuletzt um 0,88 Prozent auf 890,94 Punkte. „Berlusconi hat wohl das politische Comeback des Jahrhunderts geschafft - oder kann zumindest eine Hängepartie erzwingen“, sagte Händler Jordan Hiscott von Gekko Markets. (dpa, afp)