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Microsoft: Besser als gedacht mit Windows 8

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Microsoft hat seine Geschäftszahlen für die ersten drei Monate des Kalenderjahres vorgelegt. Mit Windows 8 schlägt sich das Unternehmen besser als gedacht. (Symbolbild) Foto: REUTERS
Microsoft hat seine mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen für die ersten drei Monate des Kalenderjahres vorgelegt. Das Unternehmen schlägt sich besser als gedacht und konnte seinen Umsatz im ersten Vierteljahr um fast einen Fünftel steigern.  Von
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Es gibt eine Menge Menschen in der PC-Branche, die auf Microsoft im Moment nicht gut zu sprechen sind. Sie schieben dem Softwarekonzern einen großen Teil der Schuld dafür zu, dass die Computer-Verkäufe in den ersten drei Monaten des Jahres so stark gesunken sind wie noch nie. Das neue Betriebssystem Windows 8 halte Kunden vom Kauf eines neuen Rechners ab.

Nun hat Microsoft seine mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen für die ersten drei Monate des Kalenderjahres vorgelegt. Und die sehen auf den ersten Blick gar nicht schlecht aus. Das Unternehmen schlägt sich besser als gedacht. Es konnte seinen Umsatz im ersten Vierteljahr um fast einen Fünftel auf 20,5 Milliarden Dollar steigern. Der Gewinn verbesserte sich gleichermaßen auf unter dem Strich annähernd 6,1 Milliarden Dollar (4,7 Mrd. Euro). Und das, obwohl das neue Betriebssystem, das Flaggschiff, nicht läuft?

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Microsoft scheint derzeit lieber einen Bogen um dieses Thema zu machen. Vorstandschef Steve Ballmer lobte in der Mitteilung andere Geschäftsbereiche, wie etwa internetbasierte Dienste. Es mache sich nun bezahlt, dass das Unternehmen auf Produkte wie Office 365, Xbox Live, Windows Azure oder Skype gesetzt habe, so Ballmer. Wie viele Lizenzen für Windows 8 bislang verkauft worden sind, behielt Microsoft dagegen für sich.

Der Blick in die Bilanz zeigt, dass der Geschäftsbereich Windows aber sehr gute Zahlen vorgelegt hat. Die Sparte machte einen Umsatz von 5,7 Milliarden Dollar, was einem Plus von fast einem Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Alles deutet daraufhin, dass Windows 8 keine negativen Spuren in der Bilanz hinterlässt. Doch der Eindruck könnte trügen.

Der Fachdienst Heise weist daraufhin, dass der Quartalsumsatz erheblich von Einnahmen profitiert hat, die Microsoft bereits zu einem früheren Zeitpunkt erzielt hat, die aber erst in diesem Quartal, zum Zeitpunkt der Auslieferung, in der Bilanz verbucht worden sind. Werde dieser Effekt aus der Bilanz herausgerechnet, so bleibe der Umsatz im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres unverändert.

Das wäre für Microsoft dann tatsächlich eine Schlappe. Schließlich richten sich an jedes neue Betriebssystem hohe Erwartungen: Sowohl Microsoft als auch die PC-Hersteller hoffen auf höhere Einnahmen. Und in den meisten Fällen sind diese Umsatzsteigerungen in der jüngeren Vergangenheit eingetroffen.

Der Konzern scheint am jüngsten Kind der Windows-Familie aber ganz und gar nicht den Gefallen verloren zu haben. Der scheidende Finanzchef Peter Klein sagte während einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass Windows 8 wichtig sei für den Konzern, um fit zu werden für den Wandel vom herkömmlichen Computer zu berührungsempfindlichen Geräten. Umso logischer erscheint seine Ankündigung, dass Windows 8 nun nicht mehr nur auf Desktop-Rechnern und größeren Tablets laufen, sondern in den kommenden Monaten auch auf kleinere Geräte gebracht werden soll – wenn denn die derzeit etwas verschreckten Gerätehersteller mitziehen.

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