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Online-Plattform für Unterkünfte: Ist Airbnb in New York illegal?

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) steht während seines Besuchs der Online-Plattform für Unterkünfte, Airbnb, in San Francisco in Kalifornien (USA) vor einer Fotowand mit Fotos von Mitarbeitern des Unternehmens. Foto: dpa
Übernachten in New York ist teuer. Wie gut, dass es eine günstige Alternative gibt: Schlafen bei Einheimischen, vermittelt über das Internet. Aber Reisende sind aufgeschreckt: Ist das beliebte Airbnb in New York illegal?
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New York

Eigentlich wollte Nigel Warren bei den teuren Mieten in New York nur ein paar Dollar nebenbei verdienen. Also entschied er sich über die auch in Deutschland populäre Website Airbnb, sein Zimmer übers Wochenende einem Touristen zur Verfügung zu stellen. Doch als er zurückkam erwarteten ihn statt ein paar Dollar mehr ein Bußgeld über 7000, im schlimmsten Fall sogar 40 000 Dollar (31 000 Euro). Der Grund: Ein Richter urteilte, dass die immer populärer werdende Vermittlung von Betten per Internet ausgerechnet im teuren New York illegal ist.

Warren hatte sich, wie sicher die meisten Airbnb-Nutzer auch, weder über die Gesetzesgrundlage informiert, noch die Geschäftsbedingungen gelesen, die Airbnb von jeder Verantwortung frei spricht. Dabei weiß das Unternehmen, dass viele Kunden mit der temporären Vermietung die Gesetzte verletzten. Empört schrieb Warren laut „New York Times“ an Airbnb: „Durch das Ignorieren lokaler Gesetze machen Sie die Kunden zu Opfern, die Sie eigentlich für den Erfolg Ihrer Website benötigen.“

Dabei ist Airbnb - in den seltensten Fällen wird wirklich auf einer Air Mattress, einer Luftmatratze geschlafen - eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Denn immer mehr Menschen nutzen Airbnb, weil die Übernachtung günstiger ist als viele Hotels, die Wohnungen sich meistens in einem interessanten Viertel befinden und häufig der direkte Kontakt zu Einheimischen möglich wird. So wurden im vergangenen Jahr drei Millionen Wohnungen auf der ganzen Welt über die Website gebucht - inklusive Provision für Airbnb. Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ schätzte den Jahresumsatz 2012 des Internetunternehmens auf 150 Millionen Dollar.

Die Einzigen, für die Airbnb nicht so vorteilhaft scheint, sind die Wohnungsanbieter. Denn in vielen populären Städten, wie San Fransisco, London oder Paris, ist die temporäre Bereitstellung der eigenen Wohnung an Fremde illegal und wird strafrechtlich verfolgt, sobald das gemeldet wird. „Solche Fälle sind unglaublich selten“, sagt Nick Papas von dem jungen Unternehmen. „Airbnb an sich ist nicht illegal. Nur einige Wohnungsanbieter verstoßen gegen das Gesetz“.

Genau wie in dem Fall von Warren. Denn in New York ist die Vermietung der eigenen Wohnung - es sei denn, man ist selbst zu Hause oder es sind mehr als 30 Tage - verboten, da dies als „illegales Hotel“ gewertet wird. Die Entscheidung des Gerichts ist aufgrund des amerikanischen Präzedenzfallrechts schwer abzuschätzen. Ist das also das Ende der billigen Übernachtungsalternative in der Stadt, die manchmal eben doch schläft?

Warren hatte Glück. Nach einigem Hin und Her musste er am Ende nicht zahlen, weil sein Mitbewohner zur Zeit der Untervermietung anwesend und die Wohnung damit nicht komplett leer war, wofür das New Yorker Gesetz eine Ausnahmeregelung vorsieht. So ist Warren also noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen. Doch die Situation bleibt durch viele Sonderbestimmungen schwammig - und das ausgerechnet in einer Stadt, die wegen ihrer hohen Hotelpreise das ideale Pflaster für Airbnb und ähnliche Anbieter ist. Fraglich bleibt dabei vor allem, ob ein Anbieter für wenige Hundert Dollar Mieteinnahmen viele Tausende Dollar Strafe riskieren will. (dpa)

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