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Produktinformationen: Frosta legt alle Herkunftsdaten offen

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Transparenz im Hochregalkühllager: Der Tiefkühlkost-Hersteller Frosta gibt künftig Auskunft über die Herkunft aller Zutaten. Foto: dpa
Bis zum letzten Pfefferkorn: Der Tiefkühlkost-Hersteller Frosta legt die Herkunft sämtlicher Zutaten seiner Produkte offen. Das Unternehmen reagiert damit auch auf Lebensmittelskandale und auf Kritik von Verbraucherschützern an mangelnder Transparenz.  Von
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Der Bremerhavener Tiefkühlkost-Hersteller Frosta will künftig die Herkunft sämtlicher Zutaten offenlegen. Vom 2. April an können sich Kunden auf einer speziellen Internetseite über das Herkunftsland und weitere Details jeder Produktzutat informieren – „bis zum letzten Pfefferkorn“, wie Vorstandsmitglied Hinnerk Ehlers auf der Jahrespressekonferenz des Mittelständlers sagte. Dies sei „einmalig in Deutschland“.

Das Unternehmen reagiert damit laut Ehlers auch auf Lebensmittelskandale der jüngeren Vergangenheit und auf Kritik von Verbraucherschützern an mangelnder Transparenz der Lieferketten in der Lebensmittelbranche. Die Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Bremen, Irmgard Czarnecki, begrüßte das Vorgehen von Frosta als einen ersten Schritt in die richtige Richtung, den andere Firmen nachahmen sollten. Mit Blick auf den Pferdefleischskandal sagte sie allerdings, noch besser wäre es, wenn die Hersteller ganz auf Fleisch verzichteten, das „quer durch Europa geschickt wurde“.

Kunden können Code scannen

Der neue Frosta-Service lässt sich nach Angaben des Marketingvorstands Ehlers auch direkt beim Einkauf nutzen: Die Kunden können per Smartphone einen Verpackungscode einscannen und werden direkt mit dem „Zutatentracker“ im Internet verbunden.

Bereits 2003 hatte der Konzern mit einem „Reinheitsgebot“ für Aufsehen gesorgt: Als erster und bisher einziger konventioneller Tiefkühlkost-Hersteller verzichtet er seitdem bei seiner Hauptmarke auf sämtliche Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Aromen oder Farbstoffe.

Die mit der Umstellung verbundenen Preiserhöhungen führten damals zu massiven Umsatzeinbrüchen und einer „dramatischen Situation“ für die Firmenexistenz, wie Ehlers sagte. Seit Jahren gehe es aber mit Frosta-Fertiggerichten kontinuierlich aufwärts, zuletzt um fünf Prozent. „Der Weg war nicht immer einfach, aber auf jeden Fall immer richtig“, sagte Ehlers. „Ganz stolz“ sei er darauf, dass Frosta 2012 gegen 680 konkurrierende Marken den Deutschen Nachhaltigkeitspreis bekommen habe.

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Laut Geschäftsbericht 2012 sank der Konzernumsatz um 1,3 Prozent auf 380 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern ging um ein Drittel auf 8,3 Millionen Euro zurück. Die Belegschaften der vier Werke in Bremerhaven, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Polen wurden im vergangenen Jahr von 1528 auf 1504 Beschäftigte verkleinert. Für 2013 hofft Frosta trotz angespannter Wettbewerbssituation auf ein besseres Ergebnis.

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