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Schwieriges Geschäftsjahr: Kein Jahr für Süßigkeiten

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Model Zonica beisst in Köln in ein Stück Schokolade  Foto: dpa
32 Kilo Süßes und Knabbereien isst ein Deutscher pro Jahr, viel mehr bringt die Industrie nicht an den Mann. Und jetzt schwächelt auch noch der Export. Die Süßwarenbranche erwartet mindestens eine Stagnation der Umsätze.
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Berlin

Die deutsche Süßwarenbranche sieht sich wegen der unsichereren Wirtschaftslage in Europa in einem schwierigen Geschäftsjahr. „Gegenwärtig ist das Süßwarengeschäft kein Zuckerschlecken“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie, Dietmar Kendziur, am Donnerstag in Berlin. „Wir wären schon froh, wenn 2013 so ausgehen würde wie 2012.“ Im vergangenen Jahr war der Umsatz um 0,3 Prozent auf 12,47 Milliarden Euro gesunken.

Der deutsche Süßwarenmarkt gilt als gesättigt, mehr Schokolade, Kekse und Bonbons konnten die deutschen Hersteller in den vergangenen Jahren nur noch im Ausland verkaufen. Der Ausfuhranteil stieg mengenmäßig von einem Fünftel zur Jahrtausendwende auf nahezu die Hälfte. Erstmals seit 2005 wurde im vergangenen Jahr aber weniger Süßes exportiert: 1,68 Millionen Tonnen, vier Prozent weniger als im Vorjahr. 85 Prozent davon gingen in Länder der Europäischen Union.
Die Bundesbürger legten im vergangenen Jahr vor allem weniger Süßes in die Einkaufskörbe, bei Knabberartikeln wie Kartoffelchips und Salzstangen griffen sie eifriger zu. Der Branchenverband sieht die Fußball-Europameisterschaft als Ursache.

Die Branche mit ihren 49 000 Beschäftigten hat nach Verbandsangaben mit hohen Kosten für Energie und Rohstoffen zu kämpfen. Zucker habe sich seit Herbst 2011 um die Hälfte verteuert, weil die EU die Mengen künstlich knapp halte. Kendziur forderte mehr Wettbewerb auf dem Zuckermarkt.

Höhere Preise seine für die Unternehmen bei den Lebensmittelketten kaum durchzusetzen, sagte Kendziur. Ein Teil der Unternehmen müsse deshalb schließen oder fusionieren. Vor zehn Jahren arbeiteten im drittgrößten Zweig der Ernährungsindustrie nach der Fleisch- und der Milchbranche noch rund 55 000 Mitarbeiter in 270 Unternehmen, heute sind es 49 000 in 220 Betrieben. (dpa)

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