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Studie: Hohe Mieten steigern Armutsrisiko

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Wer in Großstädten wie Köln leben möchte, muss dafür immer höhere Mietpreise zahlen. Dies stürzt immer mehr Familien ins Armutrisiko. Foto: dpa
Die hohen Mietpreise tragen in vielen größeren deutschen Städten dazu bei, dass vielen Familien nach Abzug der monatlichen Wohnkosten weniger Geld bleibt als Hartz-IV-Empfängern. Auch im Rheinland ist die Lage angespannt.  Von
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Köln

In vielen größeren Städten in Deutschland trägt der Mietpreis erheblich zur Steigerung des Armutsrisikos einkommensschwacher Familien mit Kindern bei. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann Stiftung. Gerade in den Ballungszentren erreichen solche Familien oftmals ein Einkommen nach Abzug der Miete, das unter der staatlichen Grundsicherung liegt. Eine Familie, die weniger als 60 Prozent des ortsüblichen mittleren Einkommens verdient, hat demnach in 60 der 100 größten deutschen Städte nach Abzug der Miete weniger Geld zur Verfügung als eine Hartz-IV-Familie. Der Einfluss der Mieten auf die Situation der einkommensschwachen Familien ist dabei laut Studie in den Städten sehr unterschiedlich.

Entgegengesetzter Effekt auf dem Land

In Köln und Düsseldorf bleiben einer entsprechenden Familie nach Abzug der Mietkosten so lediglich 1045 Euro pro Monat. Das verfügbare Einkommen liegt damit 11 Prozent unter der staatlichen Grundsicherung (Regelsatz SGB II von 1169 Euro/Monat), auf die eine vergleichbare Familie ohne Erwerbseinkommen Anspruch hat. In den umliegenden Städten Bonn und Leverkusen liegen die Familien nach Zahlung der Miete ebenfalls unter Hartz-IV-Niveau.

Indes kann das regionale Niveau von Einkommen und Mieten auch den entgegengesetzten Effekt haben. In Bergisch Gladbach, wo relativ hohe Durchschnittseinkommen und ein entspannterer Wohnungsmarkt zusammentreffen, hat eine Familie unter denselben Annahmen monatlich 1691 Euro zur Verfügung. Das sind 45 Prozent mehr als die staatliche Grundsicherung. Ebenso in Düren, wo mit 1407 Euro das monatlich verfügbare Budget nach Abzug der Miete immerhin noch 20 Prozent über dem Hartz-IV-Satz liegt.

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Ein Grund, dass arme Familien einen so hohen Anteil ihres Einkommens für das Wohnen aufwenden müssen, liegt in den seit Jahren steigenden Mieten. Neben der Zunahme an nachfragenden Haushalten ist auch die Binnenwanderung für die Engpässe auf dem Wohnungsmarkt verantwortlich. Die Menschen verlassen zunehmend das flache Land.

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