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Tarifstreit: E.ON-Beschäftigte kündigen Streik an

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Im Tarifkonflikt beim Energiekonzern Eon haben sich die Mitarbeiter in einer Urabstimmung für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Foto: dpa
Die Beschäftigten des Energiekonzerns E.ON wollen wegen des Tarifstreits am Montag erstmals in der Unternehmensgeschichte in einen unbefristeten Streik treten. Auch in der Energieerzeugung solle die Arbeit niedergelegt werden.
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Hannover

Beim Energieversorger Eon kommt es ab Montag zu Streiks. Bei einer Urabstimmung der Gewerkschaft Verdi hätten sich 91,4 Prozent der Mitglieder für Arbeitsniederlegungen ausgesprochen, teilte die Gewerkschaft am Freitag in Berlin mit. Damit sei die notwendige Schwelle von 75 Prozent „deutlich übertroffen“ worden. Die Abstimmung lief seit dem vergangenen Montag.

Das Abstimmungsergebnis zeige, dass die in der Gewerkschaft organisierten Eon-Mitarbeiter bereit seien, für höhere Löhne und Gehälter sowie für Verbesserungen bei der Übernahme von Auszubildenden zu kämpfen, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. Die Arbeitgeber hätten bis zum Schluss kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt.
Gestreikt werden solle sowohl im Bereich der Energieerzeugung als auch im Kundenservice und der Abrechnung, teilte Verdi mit. Fernwärmelieferungen würden jedoch aufrechterhalten, so dass Kunden „nicht befürchten müssten, dass sie im Kalten sitzen“.

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Eon erklärte, dass Unternehmen werde sich auf Arbeitsniederlegungen vorbereiten. Der Konzern werde „alles dafür tun, damit es möglichst nicht zu Einschränkungen der Versorgungssicherheit für Kunden und Verbraucher kommt“, erklärte Personalvorstand Regine Stachelhaus. Das Unternehmen hoffe aber darauf, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter „noch vor Beginn eines möglichen Streiks an den Verhandlungstisch zurückkehren und eine für beide Seiten tragbare Lösung erreichen können“.

Verdi fordert zusammen mit der Industriegewerkschaft Bauen, Chemie, Energie für die 30.000 Eon-Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Gehalt und für die Auszubildenden nach einem erfolgreichen Abschluss eine Weiterbeschäftigung für mindestens ein Jahr. Zudem sollen ab 2015 mindestens 250 Azubis unbefristet übernommen werden. Die Arbeitgeber hatten in der dritten Verhandlungsrunde Lohnerhöhungen von 1,7 Prozent angeboten, die Tarifkommission erklärte die Verhandlungen daraufhin für gescheitert.(afp)

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