28.07.2016
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Trotz Rekordergebnis: Porsche büßt Rendite ein

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REUTERS

Stuttgart -

Die Absatzkrise auf den europäischen Automärkten geht auch an dem Sportwagenhersteller Porsche nicht spurlos vorbei.

Die seit Mitte vergangenen Jahres ganz zum Wolfsburger VW -Konzern gehörende Marke erwirtschaftete im vergangenen Jahr trotz eines Rekordabsatzes und Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis eine deutlich geringere operative Rendite von 17,6 Prozent, wie die Porsche AG am Freitag in Stuttgart mitteilte.

Rendite-Meister

Damit führen die Schwaben die Rendite-Rangliste in der Automobilindustrie mit deutlichem Abstand an. Die Konzernschwester Audi kam 2012 beispielsweise nur auf elf Prozent. 2011 hatte die für Sportwagen wie den 911 bekannte Marke Porsche allerdings noch eine operative Rendite von 18,7 erwirtschaftet.

Auch Porsche könne sich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung „nicht völlig abkoppeln“, sagte Porsche-Chef Matthias Müller. Die Lage auf den Märkten sei im Zuge der Staatsschuldenkrise unsicher. „Ausschließliche Sparmaßnahmen“ trieben die Schuldnerländer immer tiefer in die Rezession, warnte Finanzchef Lutz Meschke.

Wegen des schlingernden europäischen Absatzmarktes werde Porsche das Händlernetz in China, Südkorea, Brasilien, Russland und anderen Schwellenländern ausbauen. Für das laufende Jahr sei das Unternehmen „vorsichtig optimistisch“: Trotz hoher Aufwendungen für neue Fahrzeugmodelle strebe Porsche ein Ergebnis auf dem sehr hohen Vorjahresniveau an.

2012 setzte die Marke Porsche mit 13,9 Milliarden Euro 27 Prozent mehr um, das operative Ergebnis kletterte um 19 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro. Porsche baute im vergangenen Jahr knapp 152.000 Autos, 19 Prozent mehr als 2011. (rtr)