27.07.2016
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Verdacht der Untreue: Ermittlungen gegen Stadtwerke

Die Staatsanwaltschaft prüft, ob verantwortliche Geld veruntreut haben.

Die Staatsanwaltschaft prüft, ob verantwortliche Geld veruntreut haben.

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dapd

Bochum -

Wegen des Verdachts der Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Verantwortliche der Bochumer Stadtwerke und den Promi-Veranstalter Sascha Hellen. Oberstaatsanwalt Christian Kuhnert bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der „WAZ-Mediengruppe“. Hintergrund der Ermittlungen ist die sogenannte Honoraraffäre. Die Staatsanwaltschaft habe nach dem Eingang mehrerer Strafanzeigen vor einigen Wochen die Vorwürfe geprüft. Jetzt sieht sie einen Anfangsverdacht begründet und leitete die Ermittlungen ein.

Die Affäre hatte sich an einem Honorar für den SPD-Politiker Peer Steinbrück entzündet, inzwischen Kanzlerkandidat seiner Partei. Für die Teilnahme an einer Gesprächsrunde der Stadtwerke hatte Steinbrück 25 000 Euro erhalten. Die Stadtwerke hatten zunächst behauptet, Steinbrück zu einer Spende aufgefordert zu haben. Später mussten sie diese Darstellung aber zurücknehmen.

In der Folge gerieten die üppigen Honorare für weitere Talk-Teilnehmer sowie die Rolle Hellens bei der Organisation der Veranstaltungen ins Zentrum der Debatte. Wirtschaftsprüfer stellten zudem erhebliche Mängel im Umgang mit Verträgen zwischen Hellen und den Stadtwerken Bochum fest. Diese fordern laut WAZ-Bericht inzwischen Teile der Honorare und Sponsorengelder zurück, mit denen Hellen prominent besetzte Talkrunden organisieren wollte. Die Verträge mit dem Medienunternehmer haben die Stadtwerke gekündigt. (dpa)


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