28.08.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Zahlreiche Wünsche und Vorschläge

BILD BERG

Burscheid - Auf Augenhöhe mit dem Leser: Das führte am Samstag vor dem Burscheider Praktikermarkt zu angeregten Diskussionen, Gesprächen, Kritik und Anregungen mit den Vertretern der Rhein-Wupper-Ausgabe am Stand des „Kölner Stadt-Anzeiger“. An dem kreativen Dialog zwischen 11 und 14 Uhr beteiligten sich nicht nur zahlreiche Bürger aus Burscheid, sondern auch aus den angrenzenden Gemeinden wie etwa Odenthal, Leichlingen und Wermelskirchen. Dabei stand der Lokalteil der Ausgabe mit den Schwerpunkten Burscheid, Leichlingen und Leverkusen im Vordergrund.

„Absolut in Ordnung“

Dass viele der Leser, wie etwa Ulrike vom Stein mit ihrer dreieinhalbjährigen Tochter Katharina, der Zeitung ein „absolut in Ordnung“ attestierten, erfreute zwar den verantwortlichen Redaktionsleiter der beiden Ausgaben „Rhein-Wupper“ und „Leverkusener Anzeiger“, Rainer Schmidt, und seinen „Burscheid-Beauftragten“, Timm Gatter, führte aber wegen der Komplimente eher zur Verunsicherung. Schließlich gibt es nichts, was man nicht noch besser machen könnte. Entsprechend willkommen war natürlich die Kritik. Sie dient den Blattmachern zur Verbesserung der Qualität mit frischen Ideen, neuen Konzepten und Lesertipps.

Dass allerdings das auch von Leser Horst Witte (74) bemängelte Fehlen der „Öffentlichen Bekanntmachungen der Stadt Burscheid“ in der Rhein-Wupper-Ausgabe auf eine Entscheidung des Burscheider Stadtrates zurückzuführen ist, war vielen neu: Die Ausgabe für Burscheid und Leichlingen ist die auflagenstärkste Zeitung in der Region - für die finanziell arme Kommune sind die Anzeigenkosten zu hoch. Sie muss da andere Wege gehen. Bemängelt wurde weiterhin der häufig im Mantelteil grassierende Gebrauch von Anglizismen. Dazu Schmidt: „Ich achte streng darauf, dass bei uns im Lokalen die deutschsprachigen Begriffe geschrieben werden.“ Karl-Heinz Malecki beanstandete die geplante Nutzung der alten Bahntrasse 411: „Hier müssen die Leser mal erfahren, dass es auch betroffene Anwohner gibt, wenn aus dem Bahndamm eine Umgehungsstraße oder ein Radwanderweg werden sollte.“ In dem länger am Stand verweilenden UWG-Vorsitzenden Gerd Pieper und SPD-Fraktionschef Dieter Müller fand Malecki zugleich auch politische Ansprechpartner, die sich kompetent in den Diskurs einmischten. Pieper selbst wünschte sich für Burscheid mehr Platz in der täglichen Ausgabe. Ein Ansinnen, das gleichwohl auch von einigen Leichlinger Lesern für ihre Stadt reklamiert wurde - im Durchschnitt sind die Anteile jedoch ziemlich gleich. Zumal, wie den Lokaljournalisten bestätigt wurde, die Stärke der Rhein-Wupper-Ausgabe auch darin liegt, dass sie den Blick über den Tellerrand der Stadtgrenzen gewährleistet - dazu zählt Leichlingen ebenso wie Leverkusen und der Kölner Teil. Dass manch Aktuelles nicht am folgenden Tag erscheint, wie von einigen kritisiert, hängt mit der frühen Drucklegung der Ausgabe zusammen.

Piepers Anregung, die Bürger mittels Fragebogenaktionen stärker am Gemeinwesen zu beteiligen, wurde ebenso notiert, wie die Klage von Hans Mudlaff, dass die Burscheider immer noch mit Sirenen-Alarmgeheul der Feuerwehr aus dem Schlaf gerissen werden. Ludwig Nutz wünschte sich eine verstärkte Berichterstattung über die Identitätsstiftende Arbeit der Hilgener Schützen. Eine weitere Anregung der Hilgener Leser war die Einführung einer eigenen Ortsmarkierung vor den Beiträgen aus Burscheids größtem Stadtteil.

Vernetzung vermisst

Günter Berning aus Odenthal vermisste eine sinnvolle Vernetzung der Berichterstattung im „Dreiländereck“ Odenthal, Leverkusen und Burscheid: „Dass müsste übers Internet doch möglich sein.“ Nicht nur er bemängelte, dass der Leverkusener Sport mit Bayer 04 im Hauptteil der Zeitung zu kurz kommt. Hanna und Jean Rasmussen möchten den Lokalteil um Kreuzworträtsel und kniffliges Sudoku ergänzt wissen. Dieser Wunsch wird wegen der Platzknappheit wohl nicht realisiert werden können. Da ist eher Johann Josef Kirch aus Burscheid zu helfen: „Das Lokale ist prima, der Zustellservice ist mangelhaft.“

Umso mehr wurde der Service am Stand gelobt, wo sich das Marketing-Team liebevoll um die Leser mit kleinen Aufmerksamkeiten kümmerte. Nicht nur das eigene Konterfei auf der Sonderseite war heiß begehrt, auch das Pflasteretui fand reißenden Absatz - dafür stand man ja am Baumarkt.


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