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Baumaßnahme: Turmdeckel ab, Wendeltreppe rein

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Die Enthüllung des Ostturms der Landesburg, der zur Aussichtsplattform werden soll, steht kurz bevor. Foto: Joachim Sprothen
Kurz nach Karneval soll die spektakuläre Aktion über die Bühne gehen: In den seit Monaten verhüllten Ostturm der Landesburg, der als Aussichtsplattform genutzt werden soll, wird von oben eine Stahltreppe herabgelassen.  Von
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Die Anlieger und die Besucher des Mühlenbergs haben sich so langsam an den Anblick gewöhnt. Bereits seit Monaten ist der Ostturm der Landesburg, die eines der beiden Aushängeschilder der Landesgartenschau sein wird, hübsch verpackt. Auf ewig wird das aber nicht so bleiben. Die Enthüllung des mittelalterlichen Gemäuerteils und eine spektakuläre Aktion, bei der modernste Bautechnik zur Anwendung kommt, stehen kurz bevor.

Der 25 Meter hohe Ostturm soll zur allgemein zugänglichen Aussichtsplattform werden. Dazu wird die bisherige Decke des Turms wie beim Öffnen einer Konservendose abgetrennt. Von oben wird eine Stahltreppe in den Turm eingelassen, die in einem Unternehmen in Geich fertiggestellt wurde und auf ihre Abholung wartet. Wilfried Kiebel, der städtische Teamleiter für Hoch- und Tiefbau, geht davon aus, dass die Treppe kurz nach Karneval am Kran über dem Ostturm baumeln wird.

Blick bis in die Eifel

Wenn das Stahlteil im Turm verankert ist, kommt der „Deckel“ wieder drauf. Über eine Außentreppe, die vom Mühlenberg in etwa vier Metern Höhe in den Turm führt, wird der Innenraum über ein zur Tür erweitertes früheres Turmfenster erreichbar sein. Von dort aus geht es zu Fuß die weiteren Stufen hoch. Für einen Aufzug ist kein Platz. Die Mühsal wird aber bei klarer Sicht mit einem Blick bis tief in die Eifel und nach Köln belohnt. „Mit einem Fernglas sieht man sogar den Kölner Dom“, so Landesgartenschau-Prokuristin Judith Dohmen-Mick. Ab wann, ist aber noch nicht ganz geklärt. Denn man will die Leute schon aus Sicherheitsgründen nicht gänzlich unbeaufsichtigt am Turm herumturnen lassen. Die Aufsicht müsse noch organisiert werden, sagte Dohmen-Mick. Laut Wilfried Kiebel spricht aus rein baulicher Sicht nichts dagegen, dass die Aussichtsplattform nach Einlassen der Treppe zügig eröffnet wird: „Nach Erledigung der Bauarbeiten übergeben wir den Ostturm an die Laga-Leitung, die über das weitere Prozedere entscheidet.“

Die Fassade wurde unter der Schutzhülle komplett saniert, der Turm ist entkernt worden. Bei den Arbeiten war es zu erheblichen Verzögerungen gekommen. So waren die Fundamente der ehemals in der Burg ansässigen Schnapsfabrik weit massiver als ursprünglich vermutet. Auch war man überraschenderweise auf ein eingemauertes gotisches Fenster gestoßen, das erhalten bleiben sollte. Nicht zuletzt hatte es einer zweiten Ausschreibung bedurft. Die Angebote, die bei der ersten Ausschreibung eingegangen waren, hatten jeden realistischen Kostenrahmen gesprengt.

394 000 Euro wurden für die Baumaßnahme veranschlagt. 70 Prozent der Kosten werden über Landeszuschüsse finanziert. Den Rest muss die Stadt Zülpich aufbringen.

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