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Landesgartenschau: 16 Themengärten für die Laga

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16 Themengärten werden für die Landesgartenschau auf einem Plateau am nordwestlichen Ufer des Wassersportsees angelegt. Darunter auch dieser römische Villengarten eines Betriebs aus Neuss.  Foto: Laga-GmbH
Mal römisch, man gänzlich blau sollen sie aussehen, die 16 Themengärten, die das Gesicht der Landesgartenschau 2014 ausmachen. Am Dienstag wurden im Zülpicher Rathaus die Verträge über die Gestaltung der Gärten unterzeichnet.  Von
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Still ruhte der Wassersportsee. Am Dienstag hatten die Bauarbeiter auch am schneebedeckten Nordwestufer „Schlechtwetter“. Dafür herrschte in zwei Kilometern Entfernung im alten Sitzungssaal des Rathauses eine umso größere Betriebsamkeit.

Die geballte Ansammlung von Gärtnern und Landschaftsbauern mit dem Präsidenten des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) NRW, Hans Christian Leonhards, an der Spitze hatte natürlich einen Grund. Aus Sicht von Heinrich Sperling, der gemeinsam mit Christoph Hartmann die Geschäfte der Landesgartenschau GmbH führt, war die Zusammenkunft im Rathaus sogar von ganz entscheidender Bedeutung: „Bis jetzt wurde am Grundausbau gearbeitet. Doch nun beginnen die Vorbereitungen für das, was später das Gesicht der Laga ausmachen wird.“

Ohne Garten keine Besucher

Damit dürfte er Recht haben. Was ist eine Landesgartenschau schon ohne Gärten? VGL-Präsident Leonhards klärte den „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf. Bis zu Beginn der 1980er Jahre habe man bei Gartenschauen weitestgehend auf Gärten verzichtet und auf pompösere Angebote gesetzt: „Mit dem Ergebnis, dass sich niemand dafür interessierte.“

Laga-Vertragsunterzeichnung
Die Repräsentanten der Laga GmbH, Hans Christian Leonhards (vorne,2.v.r.) und die Gärtner bei der Vertragsunterzeichnung.
Foto: Joachim Sprothen

Wenn dem so ist, dürfte die Laga 2014 in Zülpich ein Publikumsmagnet ersten Ranges werden. Denn „16 Gärten sind ganz schön viele“, meinte Sperling, der auch schon bei früheren Landesgartenschauen federführend im Einsatz war.

Zwölf Gartenbauunternehmen aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, darunter mit den Betrieben von Peter Sturm (Euskirchen), Walter Schmitz (Reifferscheid), und Johannes Strick (Zülpich) auch drei aus dem Kreis Euskirchen, werden ihre Entwürfe auf 16 Parzellen realisieren. Der VGL ist mit „3 Gärten von 3 Designern“ präsent. Sobald die Witterung es zulässt, werden sie mit den Arbeiten beginnen.

Pünktlich zu Beginn der floralen Schau am 16. April 2014 sollen die Blumen ihre volle Blütenpracht entfalten. Und das ist laut Leonhards für die Besucher ganz wichtig: Die Menschen, die durch die Gärten flanieren, können Anregungen und Tipps für die Gestaltung der heimischen Scholle mit nach Hause nehmen. Fachleute der Gartenbaubetriebe werden den Besuchern bei Fragen mit sachkundigem Rat zur Verfügung stehen.

Eine Stippvisite bei der Laga in Zülpich, die bis zum 12. Oktober 2014 dauert, dürfte die Fantasie des Hobby-Kleingärtners um einiges beflügeln. Denn die Profis nutzen ausgiebig die Gelegenheit, ihre Ideen und ihr Know-how werbewirksam zu präsentieren.

Genügend Interessenten

Diese Möglichkeit bietet sich ihnen nach der Gestaltung privater Gärten zumeist nicht. Welcher Eigenheimbesitzer legt schon Wert auf Besuchergruppen, die über sein Privatgrundstück schlendern? Obwohl die Laga GmbH die Kosten für die Gärten lediglich bezuschusst, gab es laut Leonhards keine Schwierigkeiten, genügend interessierte Gartenbaubetriebe für Zülpich zu rekrutieren.

Der VGL hatte zuvor sämtliche eingereichte Entwürfe miteinander abgeglichen, um Doubletten zu vermeiden. So wird dem Laga-Besucher eine Vielfalt geboten, die dem Motto „Zülpicher Jahrtausendgärten von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert“ alle Ehre macht. Die Palette reicht vom Garten einer römischen Villa bis hin zu einem futuristisch anmutenden „Garten in Blau“. Fast bei allen Entwürfen haben die Planer darauf geachtet, dass nicht nur etwas fürs Auge geboten wird. Die Gärten haben allesamt Aufenthaltsqualität. Selbst an eine „Outdoorküche“ und an eine Sauna hat ein Landschaftsgärtner gedacht.

Bürgermeister Albert Bergmann, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Laga GmbH ist, konnte sich unterdessen eine süffisante Anmerkung zur Pannenserie beim Willy-Brandt-Flughafen nicht verkneifen: „Es wird alles rechtzeitig fertig. Zülpich ist nicht Berlin.“

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